Hebamme Martina Höfel

Hebamme

Martina Höfel

   

 

Probleme mit Ein- und Durchschlafen

Hallo!

Wir haben mit unserer knapp 6 Monate alten Tochter folgende Situation: Seit ca. 3 Monaten wacht sie nachts ständig auf, ich habe selten länger als 2 Stunden am Stück schlafen können. Sie möchte immer kurz nuckeln und schläft dann weiter. So richtig Hunger ist es glaube ich nur selten. Einen Schnuller nimmt sie nicht und so muss Mami ran ;-)
Damit verbunden ist sicherlich der Umstand, dass sie praktisch nicht alleine in den Schlaf finden kann. Ich stille sie immer in den Schlaf, ansonsten schläft sie nur im Manduca, manchmal im Kinderwagen und manchmal in der Federwiege. Einfach so im Bett liegend einschlafen ist nicht. Kuscheln reicht ihr nicht, es muss nuckeln sein. Auch wenn sie eigentlich müde ist, ist sie sehr aktiv, zappelt rum, spielt mit den Füßen u.ä. Ich stelle mir immer vor, wenn ich todmüde dauernd Kniebeugen machen würde, könnte ich auch nicht einschlafen....;-) Aber ruhig liegen und auf den Schlaf warten kann die Kleine scheinbar (noch) nicht.
Daher meine Fragen: Warum wacht sie nachts so oft auf? Wenn es nur eine kurze Phase wäre, würd ich ja nichts sagen, aber es geht nun schon 3 Monate und kein Ende in Sicht...
Wie kann ich ihr dabei helfen, ohne Hilfsmittel einzuschlafen? Ich lese immer, dass ein Baby das mit 6 Monaten eigentlich gut lernen kann. Meine Süße fängt aber irgendwann dann an zu schreien (Langeweile? Frust, weil sie nicht einschlafen kann und die Brust will?)
Das Einschlafstillen nervt mich mittlerweile auch ziemlich, muss ich sagen und ist sicherlich auch ein Grund, warum sie nachts immer wieder nuckeln will, klar. Wie kann man das sanft entwöhnen? Schläfrig ablegen klappt übrigens auch nicht, da sie immer sofort wach wird, wenn ich sie versuche abzulegen und schreit.... Gerne bleibe ich bei ihr beim Einschlafen, ich erwarte gar nicht, dass sie alleine im Zimmer einschläft (schläft derzeit bei uns im Bett), aber das Einschlafstillen ist doch nervig, zentriert sich zu sehr auf mich und wenn ich anschließend wieder aufstehe, wird sie bald auch wieder wach, d.h. wir gehen immer sehr früh ins Bett derzeit. Auch dauerhaft keine schöne Situation...)

Vielen Dank und liebe Grüße
Lela

von Lela77 am 07.06.2012, 09:31 Uhr

 

Antwort:

Probleme mit Ein- und Durchschlafen

Liebe Lela,

Ihr Kind benimmt sich wie ein 6 Monate altes Kind.
Kinder werden nachts wach - manchmal bis weit ins zweite Lebensjahr hinein! Ob Sie es jetzt Hunger (nach Nahrung oder Körperkontakt) oder Nähebedürfnis (Überprüfen, ob kind sich in Sicherheit wiegen kannn) nennen, ist dabei belanglos. Wichtig ist, dass Mama (mit Nahrung, Geruch, Stimme) da ist und Sicherheit vermittelt.

Es gibt KEINEN festen Zeitpunkt ab dem ein Baby durchschläft - auch wenn es schon so war und andere Mütter oder Bücher es immer verkaufen wollen! Auch Breimahlzeiten helfen nicht beim Durchschlafen!

"Studien und die Erfahrung von unzähligen Eltern haben eindeutig gezeigt, dass das nächtliche Aufwachen, das ab etwa vier bis sechs Monaten nachts wieder vermehrt auftritt, entwicklungsbedingt ist.

Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben. Sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Es gibt jedenfalls genügend Gründe dafür, dass das Kind unausgeglichen ist und nachts häufiger aufwacht.

Wie wäre es mit einem Schnuller. Bitte mit dem Schnuller beginnen, wenn das KInd gut drauf ist. Für ein paar Minuten, damit sie ihn kennenlernt und in Stresssituationen als bekannt erkennt.

Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 07.06.2012

Antwort:

Probleme mit Ein- und Durchschlafen

Haben Sie versucht Sie zu stillen und danach von Ihrem Mann ins Bett bringen zu lassen? Er kann sie ja nicht Stillen, dann wäre die Verknüpfung weg. Das wird etwas Nerven und Zeit erfordern ist aber den Versuch wert. Gleiches gilt Nachts, wenn Sie sicher sind, dass es kein Hunger ist entscheiden Sie welche der Stillepisoden Sie zuerst abstellen möchten und halten Sie es dann aus. Durchschlafen muss sie noch nicht können und auch nicht allein einschlafen. Auf oder im Arm einschlafen ist noch völlig normal.

VG

von Lina_100 am 07.06.2012

Antwort:

Probleme mit Ein- und Durchschlafen

Hallo Lina,

ja, das haben wir probiert. Endet in einem riiiiesen Geschrei, so dass wir es wieder abgebrochen haben. Ist allerdings schon wieder 4 Wochen her, vielleicht sollten wir es nochmal probieren, stimmt.
Durchschlafen ist übrigens gar nicht, was ich erwarte. Aber etwas längere Schlafblöcke als 2 Stunden täten uns allen schon gut... Und wenn ich so höre, was andere Muttis aus dem Pekip-Kurs etc erzählen, dass ist unsere Kleine schon mit die "schlechteste" Schläferin. Ich weiß, man soll die Kinder nicht vergleichen, aber anscheinend ist es sehr vielen schon möglich, selbst einzuschlafen (mit Anwesenheit eines Elternteils, aber ohne Stillen).
und gerade tagsüber ist es für mich schon schwer, ihr immer eine Brücke in den Schlaf zu bauen, weil einfach ins Bett legen nicht funktioniert. Beim Stillen schläft sie mittlerweile auch nicht mehr so oft ein am Tag...
Viele Grüße

von Lela77 am 07.06.2012

Antwort:

Probleme mit Ein- und Durchschlafen

Liebe Frau Höfel,

vielen Dank für die Antwort. Ich habe noch zwei Rückfragen:
1. Meine Tochter nimmt leider (?) keinen Schnuller. Ich hätte eigentlich jetzt auch gedacht, mit 6 Monaten ist es zu spät, ihr einen anzugewöhnen. Ich war nie ein großer Schnullerfan, aber es würde schon einiges leichter machen. Wir haben alle Formen und Materialien probiert, aber sie spuckt die immer wieder aus.

2. Durchschlafen erwarte ich von der Maus ja gar nicht... Aber die meisten Babies, die wir kennen, können zumindest ohne Stillen einschlafen. Bei meiner Tochter ist die Verknüpfung Schlafen + Stillen sehr stark. Irgendwann werde ich ja auch weniger stillen wegen Beikost und irgendwann abstillen. Spätestens dann muss sie es anders schaffen, in den Schlaf zu finden.... Haben Sie Tipps, wie man diese Schlafassoziation auflösen kann?

Viele Grüße
Lela

von Lela77 am 12.06.2012

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