Dr. med. Ludger Nohr

Umgang mit Emotionen

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Umgang mit Emotionen

Hallo,
was Sie beschreiben wirkt wie eine unbeholfene Kontaktaufnahme (Kiga) und Ausdrucksformen von Konkurrenz und Eifersucht (Schwester). Ersteres kann mit der Hörminderung vorher zusammenhängen, zumindest hat sie unsicheres Verhalten verstärkt. Deshalb sollte man ihm in der Kita die Veränderung erleichtern, indem man auch für ihn diesen Zusammenhang herstellt ("war gar nicht so einfach mit den anderen zu reden oder zu spielen, wenn man nicht so gut hört" o.ä.). Sich sicherer fühlend, kann ein Vierjähriger eher verstehen und realisieren, wenn sein Verhalten nicht zum gewünschten Ziel führt und Veränderungen finden.
Auch die Eifersucht kann durch den (Hör-) Mangel verstärkt worden sein, wenn er sich deswegen mangelhaft erlebt. Aber auch ohne das geht es darum, seine Position zu stärken, ihm erlebbar zu machen, dass er als "Großer" wichtig ist und gebraucht wird, um seine Selbstsicherheit zu erhöhen. Und daneben muß die Schwester so lange geschützt werden, bis er auf schmerzliche Handlungen verzichten kann. Man sollte diese Handlungen unterbinden, es erklären, ihn aber nicht entwerten oder kränken. Das Gefühl ist da und er kann es auch nicht einfach ausschlaten, aber es soll erreicht werden, dass er es nicht in Handlung umsetzt.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 07.02.2020

 
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