ilk
Hallo! Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt. Er isst mittags, nachmittags und abends seinen Brei. Ansonsten stille ich noch (auch nachts, da er leider noch nicht durchschläft). Seinen Abendbrei (Getreideflocken von Alnatura) rühre ich bisher mit Aptamil Pre an (hatte seit dem 3. Monat damit zugefüttert). Aber reicht ihm das überhaupt noch? Müsste ich nicht langsam auf 1 oder 2 umsteigen oder ist es sinnvoller einen Brei zu nehmen, den man nur noch mit Wasser anrührt? Wenn ich abstillen sollte, welche Milch gebe ich ihm dann? Wollte eigentlich damit aufhören, sobald die ersten Zähne da sind. Vielen Dank für Ratschläge!
Kristina Wrede
Liebe ilk, gibt es denn einen Grund, warum du ihm dann lieber künstliche Milch geben möchtest als deine eigene, die doch perfekt auf deinen kleinen Mann abgestimmt ist? Wenn du dich vor Bissen fürchtest... dem kann man entgegen wirken (siehe z.B. hier: http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=127884&suche2=kann+nicht+gleichzeitig&seite=1) Ansonsten ist PRE immer die beste Alternative zur Muttermilch. Ich hänge dir dazu mal einen sehr aufschlussreichen Text von meiner Kollegin Denise Both an. Lieben Gruß, Kristina Pre, 1 oder 2 – was bedeuten die Kürzel der Säuglingsnahrung von Denise Both, IBCLC Die EU Norm unterscheidet zwischen drei verschiedenen Nahrungsarten: • Säuglingsanfangsnahrung • Folgenahrung • Antigen Reduzierte Nahrung Säuglingsanfangsnahrungen sind künstliche Säuglingsnahrungen, die den Nährstoffbedarf eines Babys in den ersten vier bis sechs Monaten als Alleinnahrung decken und zusammen mit geeigneter Beikost das gesamte erste Lebensjahr gegeben werden können. Sie tragen die Silbe "Pre" oder die Zahl "1" im Namen. Unter einer Pre Nahrung wird eine adaptierte Säuglingsnahrung verstanden, die der Muttermilch weitestgehend angeglichen ist, was ihre Zusammensetzung an Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß betrifft. Pre Nahrungen können, wie Muttermilch, nach Bedarf (ad libitum) gegeben werden. "1" steht für teiladaptierte Nahrung. Diese Säuglingsnahrung ist zum Teil der Muttermilch angeglichen, enthält mehr Eiweiß und außer Milchzucker noch weitere Zucker sowie Stärke. 1er Nahrung ist nicht so dünnflüssig wie Pre Nahrung und hält länger vor. Teiladaptierte Nahrung sollte nicht nach Bedarf gegeben werden. Folgenahrung wird durch eine "2" gekennzeichnet. Sie ist nicht mehr als alleinige Nahrung für den Säugling gedacht, sondern sollte frühestens ab dem fünften Monat zusammen mit Beikost gegeben werden. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich grundlegend von der der Muttermilch. Für allergiegefährdete Babys, zu denen zur Zeit etwa ein Drittel aller Neugeborenen zählen, gibt es antigen reduzierte Nahrungen, die durch die Abkürzung "HA" erkennbar sind. "HA" steht für hypoallergen und es bedeutet, dass in diesen Nahrungen das Kuhmilcheiweiß in kleinere Bestandteile aufgespalten wurde. Durch die Zerlegung des Eiweißes kann das Allergierisiko verringert werden. Außer den oben aufgezählten Nahrungen gibt es noch Spezialnahrungen (zum Beispiel laktosefreie Säuglingsnahrung oder Nahrungen mit sehr geringem Phenylalaningehalt), die besonderen Situationen vorbehalten sind. So kommt es zwar sehr selten vor, aber es gibt tatsächlich Fälle, in denen ein Baby keine Muttermilch erhalten darf (bei Galaktosämie, einer sehr seltenen Stoffwechselstörung) oder nicht ausschließlich gestillt werden darf (z.B. bei Phenylketonurie (PKU), ebenfalls eine Stoffwechselstörung).
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