Kathi2711
Liebe Frau Welter, mein Sohn kam im August 25 auf die Welt und wird jetzt dann 4 Monate alt. Bei der Geburt hatte er 4 Kilo und bei der u4 zuletzt 7 kg. er wird voll gestillt. Die letzte Woche trinkt er nachts oftmals alle 1,5-2 Stunden. Manchmal auch stündlich ich weis das sowas normal sein kann aber ich mach mir Gedanken ob meine Milch ihn nicht mehr richtig satt macht. Er zeigt auch schon extremes Interesse an unserem essen und klaut sich meine Breze oder sonstiges. icj wollte bald mit beikost anfangen und eig auch mit 5-6 Monaten abstillen. Meine Frage wäre jetzt, ob es sein kann, dass er tatsächlich nicht mehr satt wird weil die Milch vlt nicht nahrhaft genug ist? Genug Milch an sich habe ich würde ich sagen weil er oftmals nach dem trinken die Milch einfach rauslaufender lässt. soll ich ggf anfangen abzustillen und langsam auf Flasche umzustellen? Liebe Grüße und vielen Dank
Liebe Kathi2711. Wenn dein Baby ausreichend zunimmt, besteht kein Grund zur Sorge, dein Kind bekommt ja an der Brust nicht nur Nahrung, sondern auch Nähe und Geborgenheit. Ob dein Kind gedeiht kannst du bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine Gewichtszunahme entsprechende den Angaben der WHO Child Growth Standards WHO Multicentre Growth Referencs Study Group, 2006, d.h. im Durchschnitt: • 1. bis 3. Monat: 200 400 g/Woche, mind. 150 g/Woche • 4. Monat: 110 160 g/Woche • 5. Monat. 400 500 g/Monat • 6. Monat: 350 500 g/Monat • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Solange diese Kriterien erfüllt sind, dürfte alles in Ordnung sein. Du kannst jedoch auch langsam zur Flasche hin abstillen, wenn du das möchtest. Dabei gehst du am besten so vor, dass du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kindern empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Pre-Milch kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst du die Brust kühlen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Liebe Grüße Biggi
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