FebruarmamaWonne71
Hallo , ich bin langsam wirklich verzweifelt. Mein Kind wurde im Februar geboren und ist jetzt 6,5 Monate alt. Seit ungefähr dem 3. Monat haben wir Probleme beim Stillen. Es möchte einfach nicht richtig trinken, meldet sich kaum von selbst zum Essen und verweigert teilweise die Brust komplett. Wir hatten jetzt tatsächlich 4 Tage, an denen es richtig gut lief. Ich dachte schon, wir hätten endlich einen Fortschritt gemacht. Aber leider ist es wieder schlechter geworden. Was mir besonders Sorgen macht: Es hat wenig nasse Windeln und ich habe das Gefühl, dass es einfach nicht genug trinkt. Ich habe schon versucht, Hilfe zu bekommen, aber irgendwie kann mir keiner so richtig weiterhelfen. Die Beikost läuft relativ gut. Aber heute ist wieder alles schwierig. Es hat Fieber und vermutlich Zahnschmerzen und möchte dadurch scheinbar noch weniger trinken. Heute hat es wieder kaum getrunken und auch die Beikost verweigert. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich machen soll. Gerade weil es schon seit Monaten diese Probleme gibt und wir immer wieder Rückschritte haben. Danke schon im Vorraus für die Rückmeldung!
Liebe FebruarmamaWonne71, ich kann absolut gut verstehen, dass du inzwischen verzweifelt bist. Wenn sich die Stillprobleme schon seit dem dritten Lebensmonat hinziehen und es immer wieder Phasen gibt, in denen dein Baby die Brust verweigert oder kaum von sich aus trinken möchte, ist das sehr belastend. Wie ist denn die Zunahme deines Babys, was sagt der Arzt? Wie oft trinkt dein Baby in 24 Stunden? Was mir bei deiner Schilderung tatsächlich im Moment besonders wichtig ist, sind die Anzahl der wenig nassen Windeln. Zusammen mit dem heutigen Fieber und der Tatsache, dass sie heute kaum getrunken und auch die Beikost verweigert hat, würde ich das bitte möglichst bald kinderärztlich abklären lassen. Bei einem fiebernden Baby, das deutlich weniger trinkt und wenig Urin ausscheidet, muss unter anderem ausgeschlossen werden, dass es zu wenig Flüssigkeit bekommt bzw. bereits austrocknet. Kannst du deinem Baby abgepumpte Milch mit einem Löffel anbieten? Ist die Haut rosig? Warst du heute beim Arzt? Wie hoch ist das Fieber? Du solltest unbedingt auf alle Fälle auch Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen. Am besten besprichst du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Trotzdem würde ich jetzt im Moment erst einmal zum Arzt gehen. Liebe Grüße Biggi
FebruarmamaWonne71
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Mein Sohn ist nach dem Zäpfchen putzmunter und lacht nur. Die Temperatur liegt „nur“ bei 38,2 Grad. Ich habe ihm trotzdem ein Zäpfchen gegeben, weil ich das Gefühl hatte, dass er Zahnschmerzen hat. Eine Stillberatung hatte ich bereits zweimal bei mir zu Hause. Beide Male wurde mir gesagt, dass es meinem Kind gut geht und ich mir keine Sorgen machen soll, da er ja zunimmt. Ja, das stimmt – aber er nimmt auch zu, weil ich ihn ständig anlege, sobald er schläft. Ich merke, dass ich sehr auf das Thema Stillen und Schlafen fixiert bin. Ich traue mich kaum, ihn ohne Stillen schlafen zu legen. Sobald vier Stunden vergangen sind, werde ich schon nervös. Wie lange dürfen die Stillabstände denn sein? Meine Hebamme meinte, dass 6–7 Stunden dazwischen nicht schlimm wären. Aber bereits nach vier Stunden werde ich unruhig. Liebe Grüße
Liebe FebruarmamaWonne71, dein Kind bekommt ja auch schon Beikost und muss wirklich nicht mehr alle paar Stunden gestillt werden. Wichtig ist das Gedeihen und das scheint dein Baby ja zu tun. Wenn du magst, können wir gerne auch einmal miteinander sprechen in der Live-Stillberatung, dann kannst du mir in aller Ruhe erzählen, was dich bedrückt. Ich würde mich freuen und hoffe, ich darf dich ein wenig beruhigen. Gute Nachht Biggi
FebruarmamaWonne71
Ja ich würde mich dann morgen gerne einmal melden. Liebe Grüße
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