Was kann ich noch tunn ? hoher Milchspendereflex / Kind schreit an Brust / Blähu

 Biggi Welter Frage an Biggi Welter Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

Frage: Was kann ich noch tunn ? hoher Milchspendereflex / Kind schreit an Brust / Blähu

Hallo, Meine Tochter 6 Wochen alt, hat von Anfang an Probleme mit meinem zu starken Milchspendereflex. Sie trinkt sehr hastig und läst dabei oft die Brustwrze los, streckt sich nach hinten durch und schreit, dann geht sie schimpfend wieder an die Brust trikt ein paar schlücke und fängt wieder an zu schreien. entweder beruhigt es sich und sie kann normal und entspannt weiter trinken oder sie verweigert die Brust schläft dann kurz ein und wacht hungrig wieder auf. Weshalb sie sehr oft und nur kurz trinkt. Regelmäßig kommt es vor, dass sie schwallartig erbrechen muss. Oft schreit Sie am Abend länger Zeit, was ich auf Blähungen zurückführe Sie nimmt sehr gut zu, hat viele nasse Windeln am Tag. Ihr Stuhlgang ist manchmal grün und oft schaumig. Abends ist es immer am schlimmsten. Nachts trinkt sie meistens ruhig und trinkt viel seltener Ich bekomme auch häufig zwischen den Mahlzeiten einen Milchspendereflex, was schmerzhaft ist und es läft auch aus der anderen Brust viel Milch beim stillen. meistens halte ich ein Glas darunter,normalen Stilleinlagen reichen bei mir auch nie, sodass ich ständig Mullwindeln vor der Brust habe, die trotzdem ein paar mal am Tag trifend nass sind. Ich habe schon einiges ausprobiert: Berg auf stillen, Salbei und Pfefferminztee trinken, erst nach dem Milchspendeseflext anlegen, Milch ausstreichen, die Brust nur alle 2-3 Stunden wechseln. ohne ernennenswerten erfolg. Bis vor kurzen war es an einer Brust immer besser wie an der anderen was sich aber gerade langsam angleicht. Was kann ich noch tunn, dass sich die Lage verbessert ? vorallem um meiner Tochter eine entspannte Stillmahlzeit zu ermöglichen und damit sie kein Bauchschmerzen davon bekommt. Vielen Dank im Vorauf für ihre Hilfe Gruß Mirjam mit Marla

von Mirjam333 am 01.03.2017, 15:08



Antwort auf: Was kann ich noch tunn ? hoher Milchspendereflex / Kind schreit an Brust / Blähu

Liebe Marla, beobachte die Stillmahlzeit einmal ganz genau. Hat deine Kleine nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes Probleme mit dem Schlucken nachzukommen bzw. verschluckt sie sich sehr leicht? Schießt die Milch regelrecht aus deiner Brust heraus? Fließt Milch aus dem Mundwinkel deines Babys? All dies sind Anzeichen für einen sehr starken Milchspendereflex. Es kommt vor, dass der Milchspendereflex so stark ist, dass das Kind nicht damit zurecht kommt. Es kann aber auch sein, dass dein Baby ein anderes Problem hat und evtl. saugverwirrt ist. Bekommt dein Baby Schnuller oder die Flasche? Wenn ja, lass diese bitte einmal weg, oft reicht das schon aus. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (lege dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen“. Dazu wird das Baby so gehalten, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als die Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnt die Mutter sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff wird das Baby von unten mit zwei Kissen im Schoß der Mutter abgestützt und die Mutter lehnt sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Auch wenn Du das schon probiert hast, mache es weiterhin, irgendwann wird sich ein Erfolg zeigen. Weitere Möglichkeiten einem starken Milchspendereflex zu begegnen sind: die Häufigkeit der Stillmahlzeiten erhöhen. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch Wenn Du die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößerst verschlimmert sich das Problem noch weiter. nur eine Brust pro Mahlzeit anbieten. Dieser Vorschlag passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn dein Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Du ihm mehrere Male dieselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbietest, bevor Du die Seite wechselst. Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, solltest Du gerade so viel Milch ausstreichen, dass Du dich wohl fühlst, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen. Es gibt also keine fixe Vorschrift „es muss mit der Seite begonnen werden, an der das letzte Mal zuletzt getrunken wurde". Wichtig ist, dass das Baby gedeiht und sich gut entwickelt und ihr beide euch wohl fühlt. Viele Frauen tasten einfach und geben die Brust, die sich voller anfühlt. das Baby stillen, wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark. verschiedene Stillpositionen ausprobieren (auch das oben beschriebene Berg auf Stillen) das Baby oft aufstoßen lassen. den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller vermeiden. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird. Gerade im Liegen ist es für das Baby oft leichter, wenn der Milchspendereflex sehr stark ist. Ich kann dir gerne empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen oder zumindest einmal mit einer Stillberaterin in deiner Nähe ein direktes Gespräch (auch am Telefon) zu führen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen und der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann sehr ermutigend sein und vor allem wirst Du sehen und erleben, dass sich andere Babys genau so verhalten wie dein kleines Menschlein. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 01.03.2017



Ähnliche Fragen ähnliche Fragen

zu starker Milchspendereflex, Baby schreit und ist unruhig an der Brust

Hallo, Meine fast 6 Wochen alte Tochter ist seit ca. einer Woche nur noch unruhig und schreit an der Brust. Sie verschluckt sich und lässt die Brust immer wieder los, oft läuft ihr beim Trinken Milch aus dem Mund. Erst war das nur morgens, mittlerweile bei jeder Stillmahlzeit, nur nachts nicht. Ich habe den Eindruck es wird jeden Tag schlimmer. ...


Baby sucht hektisch nach Brust, kein Milchspendereflex

Guten Tag, es ist nun schon mehrfach vorgekommen, dass unser Sohn (3,5 Monate) so abrupt Hunger bekommt, dann dreimal saugt und dann wieder aufhört, dass kein Milchspendereflex in Gang kommt. Im Normalfall stillen wir ganz prima und ich lege ihn auch sofort an, wenn ich Anzeichen von Hunger bei ihm beobachte. Nun ist es schon so gewesen, dass er...


Stillen nach Brust OP - Kein Milchspendereflex

Hallo! Ja, mein Problem steht schon oben. Unsere kleine Tochter ist jetzt knapp 6 Wochen alt und wird von mir voll gestillt. Ich hatte während der Schwangerschaft schon Bedenken, dass durch meine Brustvergrößerung 2014 vielleicht kein stillen möglich ist. Seit der OP ist der untere Brustpol beider Brüste relativ taub. Ebenso haben meine Brustwar...


Schmerzhafter MilchSpendereflex / sehr weiche Brust

Hallo :) Da ich dieses mal leider keine Hebamme habe, dachte ich ich Frage mal hier nachbund hoffe du hast vielleicht einen Rat oder kannst mich beruhigen :) Es ist mein viertes Kind und dieses Mal ist alles so anders Meine Tochter ist 4,5 Wochen alt und wird voll gestillt. Sie kam mit 3320gramm zur Welt. Am Freitag bei der u3 wog sie 4020 G...


Brust anschreien wg starkem Milchspendereflex

Hallo & danke für all die hilfreichen Ratschläge! Was wäre ihr Rat zu folgender Bredouille: Ich stille mein Baby extra ca 30 Min vorm Einschlafritual im Wohnzimmer, in der Hoffnung, es klappt später ohne Brust (seit Monat 4 plötzlich schwierig geworden, jetzt ist sie genau 5 Monate alt). Wenn sie sich jedoch mit singen, Hand a.d. Brust etc nicht zu...


Brust zieht bei Milchspendereflex

Hallo, ich habe verschiedene Probleme und hoffe Sie können mir helfen. Unser kleiner Spatz ist jetzt 10 Wochen alt, ich stille ihn von Anfang an und genauso lange haben wir auch immer wieder Probleme mit der rechten Brust. Vor einer Woche hat sie geblutet, um den halben Nippel habe ich einen tieferen Riss, meine Hebamme kommt vorbei und lase...


Brust verweigern?

Liebe Biggi,  ich weiß nicht mehr weiter. Mein Kind ist 15 Monate alt und wir haben eine schöne Stillzeit hinter uns. Für mich ist es langsam einfach nicht mehr schön und ich möchte wenn ich an das stillen zurückblicke, lächeln können und es nicht hassen. Mein Kind trinkt nicht mehr ruhig, wackelt viel umher und holt sich immer noch oft nachts,...


Nach Gallen op trinkt er nicht mehr an der Brust

Hallo,  leider musste ich 10 Tage nach der Geburt an der Galle operiert werden. Hinzu kam eine 2. Vollnarkose weil sich ein Stein abgesetzt hat und ich eine Bauchspeicheldrüsen Entzündung bekommen habe. Insgesamt war ich 7 Tage stationär mit meinem Sohn und meinem Mann. Es musste ordentlich mit pre zugefüttert werden. Im kh habe ich abgepumpt (...


Brust geben nach 9 Wochen

Hallo liebe Biggi,  meine Frage wäre, ob ich meinem Baby auch wenn es die ersten 9 Wochen keine Brust bekommen hat, die Brust anbieten kann?  Ich habe immer wieder leichten Austritt von Kolostrum, ich habe nicht probiert zu stillen, weil mir aufgrund einer Brust OP (Verkleinerung und Straffung) davon abgeraten wurde.  Macht es Sinn?  Viele l...


Baby schläft nur an der brust ein 14 Monate alt.

Meine kleine Maus schläft nur an der brust ein. Wenn sie eingeschlafen ist kann ich sie neben mich hinlegen und meistens schläft sie auch weiter. Wenn sie nachts aufwacht lässt sie sich nur beruhigen wenn ich sie zu mir nehme und sie wieder gestillt wird. Hab schon versucht die anders zu beruhigen aber es klappt nicht. Auf Flasche umstellen hab ic...