Lau
Guten Tag, Mein Kind ist 13 Monate alt und hat das erste Mal eine Erkältung mit verstopfter Nase. Er erhält Beikost und stillt aber tagsüber eigentlich alle 3-3,5 Stunden und tagsüber auch zum einschlafen. Seit 2-3 Wochen stillt er nachts nicht mehr. Am 01.01. habe ich ihn um 19 Uhr vor dem einschlafen gestillt und frühs hatte er dann eine verstopfte Nase und hat seitdem nicht mehr gestillt. Am Anfang ist er noch an die Brust und hat kurz versucht zu trinken, da er aber keine Luft bekommt hat er dann angefangen zu weinen und abgebrochen. Ich pumpe seitdem die Milch ab und gebe sie ihm aus einem Becher. Mittlerweile haben wir ja schon fast 4 Tage nicht mehr gestillt und wenn ich es mittlerweile anbiete fängt er sofort an zu schreien, überstreckt sich und will einfach nur weg, er geht auch nicht mehr dran und versucht es. Die Erkältung besteht aktuell noch und er bekommt nach wie vor nicht so gut Luft durch die Nase. Wir haben immer sehr gerne gestillt und ich wollte ihn (sofern er das natürlich noch will) such noch eine Weile stillen. Jetzt bin ich etwas verzweifelt und habe Angst das er sich abstillt. Was kann ich tun um die Situation nicht noch weiter zu verschlimmern? Wird er nach der Erklärung vielleicht wieder selbst anfangen zu stillen?
Liebe Lau, ich kann gut verstehen, dass du traurig bist. Ich denke allerdings, dass dein Kind streikt, weil es erkältet ist und schlecht Luft bekommt. Am besten wendest du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen finden sich im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht,statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwerfällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. Ich würde auf alle Fälle weiterhin versuchen zu stillen, manche Kinder streiken bis zu drei Wochen(!!) und trinken dann wieder, als wäre nie etwas gewesen ;-)). Und genau das wünsche ich dir, schreib mir doch bitte, wie es weiter geht! Liebe Grüße Biggi
Lau
Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort. Aktuell ist seine Nase noch sehr zu und er bekommt kaum Luft durch die Nase. Ich frage mich ob es daher aktuell sinnvoll ist ihm die Brust anzubieten da er so vermutlich aktuell nicht stillen kann. Ich habe auch Angst das es durch das häufige versuchen und ablehnen seinerseits immer schlimmer wird und er dann erst recht gar nicht mehr stillt.
Liebe Lau, ich würde die Brust keinesfalls aufdränegen, sondern eben im Halbschlaf anbieten oder in der Nacht. Du kannst auch nackt mit deinem Kind kuscheln oder mit ihm baden, oft klapt es auch, wenn das Baby vorher Nasentropfen bekommen hat. Lieben Gruß nochmal Biggi
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