Songuel
Guten Tag, Meine Tochter ist 21,5 wochen alt. Ich habe jetzt vor vier Tagen angefangen jeden Tag Mittags Möhre aus dem Glas zu geben. Sie kann aber noch nicht alleine sitzen ( zur Info).Angefangen mit 4 Löffeln, und heute 10 Löffel. Es ist so das sie versucht zu schlucken und gleichzeitig was rausschiebt. Aber es sieht jetzt nicht so aus als ob sie es gar nicht mag.Ihr Stuhl ist jetzt orange und fester. Ich wollte jetzt ganz langsam anfangen, so dass sie am Ende des 6 Monats vielleicht ein Gläschen schafft. Wie finden Sie das, evtl. zu früh? Wie soll ich weiter vorgehen, noch ein paar Tage nur Möhre? Wie merke ich, dass sie das mag? Danke LG
Liebe Songuel, Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys. Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Altersstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. So lange dein Baby also ausreichen zunimmt, bekommt es ausreichend Milch. Wir folgen den Empfehlungen der WHO, die noch immer für bis zu 6 Monate volles, also ausschließliches Stillen spricht. Der "Idealzustand" ist, dass die Mutter das Kind anschaut und darauf achtet, wann es zu erkennen gibt, dass es bereit für die Beikost ist. Das kannst Du an den folgenden Anzeichen erkennen: o es ist in der Lage aufrecht zu sitzen, o der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, o es zeigt Bereitschaft zum Kauen, o es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür, o es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dein Kind sollte einigermaßen ohne Stütze oder nur mit sehr wenig Unterstützung sitzen können, so dass es in der Lage ist, selbst Nahrung in die Hand zu nehmen und in den Mund zu führen. Wenn es dir die Nahrung aus der Hand reißt und voller Begeisterung in den Mund steckt, dann ist sicher der Zeitpunkt gekommen, dass Du ihm ergänzend zur Muttermilch auch andere Nahrung anbietest. Die Einführung der Beikost ist dann übrigens keineswegs mit einem Ersetzen der Muttermilch durch feste Nahrung gleichzusetzen! Hier noch ein interessanter Link zum Thema: https://www.stillinfo.ch/Dokumente/allergiepraevention-im-umbruch.pdf LLLiebe Grüße, Biggi
Songuel
Achso, und meine Tochter will tagsüber alle 1,5-2 Stunden an die Brust, jede Seite nur 3-4 Minuten. Aber um 21 Uhr vorm Schlafen gehn trinkt sie viel länger und steht nachts 2 Mal auf. Ist das vllt auch ein Zeichen dass sie nicht satt wird. Ansonsten gehts ihr sehr gut sie entwickelt sich gut und wiegt ca 7 Kg
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