User-1761830875
Hallo Biggi, ich habe mich schon ganz schön eingelesen zum Thema Stillen und Beikost und habe auch die beiden unterschiedlichen Lager bemerkt: die "Milchmalzeit-Ersetzer" und die "Es heißt Beikost und nicht Anstattkost"-Verfechter. Ich habe schon viel von dir gelesen und wollte mich deshalb bei dir versicher, ob ich das so richtig mache. Ich biete meinem vor Kurzem 11 Monate alt gewordenen Kind vier mal am Tag festes Essen an (manchmal noch Brei, aber immer mehr Fingerfood). Drei mal isst es sehr gut. Die vierte Malzeit (entweder 2. Frühstück aber meist nachmittags) isst es eher nicht ganz so viel. So sieht unser Tag ungefähr aus: * 06:30 Uhr (manchmal erst 7:00 Uhr): festes Fühstück und dann noch etwas stillen * 09:00 Uhr (manchmal erst 10:00 Uhr): meinst nur stillen * 11:30 Uhr (manchmal erst 12:30 uhr): festes Mittagessen - 13:00 (manchmal erst 13:30 Uhr) stillen um in den Mittagsschlaf zu kommen (fällt ab und an aus) - ca. 15:00 Uhr: festes Essen und stillen (es isst nachmittags nicht besonders gut und stillt auch wenig) - ca. 17:30 Uhr: festes Abendessen - spätestes 19:00 Uhr: stillen zum Einschlafen (da sind dann aber erst 45 bis 75 Minuten zum Abendessen vergangen) -nachts: stillen (1 bis 2 mal) So sieht es bei uns aus, das Stillen nach Bedarf und von dir empfohlenen 3 bis 5 festen Malzeiten für ein Kind mit 11 Monaten zu kombinieren. Wie findest du das? Stille ich zu viel und gebe zu wenig feste Nahrung? Ich achte einfach auf seine Zeichen (Satt, stillen wollen oder selber aufhören mit Stillen) und das ist das, was dabei herauskommt. Ich freue mich auf deine Antwort und vielen Dank im Voraus!
Liebe Tomatensuppe, es ist absolut richtig, dass du deinem Kind die Kompetenz zugestehst, selbst zu wissen wann es hungrig ist und wieviel es essen mag. Der Satz "kein Kind verhungert am gedeckten Tisch" klingt abgedroschen, aber er stimmt. Es hat sich bewährt, dass die Eltern das (altersentsprechende) Essen anbieten und das Kind entscheidet, ob und wie viel es isst. Neben der Beikost kann, darf und sollte das Kind weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Viele Mütter möchten nicht so lange stillen und die Empfehlungen werden meist für Babys gegeben, die keine Muttermilch bekommen. Ganz liebe Grüße Biggi
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