Katrin7195
Hallo, ich bin aktuell in der 35 SSW mit unserem ersten Kind schwanger. Schon immer leide ich unter meinen großen Brüsten (70F). In der Schwangerschaft (vor allem in den letzten drei Monaten) sind meine Brüste extrem gewachsen, sodass ich mittlerweile BHs in Größe 70K benötige. Die Situation belastet mich sehr und ich fühle mich sehr unwohl in meinem Körper, zumal man Bauch für die Woche recht klein ist und meine Brüste größer wirken als mein Bauch im 9. Monat. Obwohl ich sonst psychisch stabil bin, macht mich die Situation echt fertig. Ich finde leider auch mittlerweile keine BHs mehr, in die meine Oberweite reinpasst. Seit Monaten schicke ich ständig BH Bestellungen zurück, weil einfach nichts passt. Einen Still Bh (den man ja am Anfang auch noch 2 Größen größer kaufen soll) finde ich daher auch nicht und größere normale BHs gibt es auch kaum mehr. Ich bin einfach nur noch verzweifelt und stelle momentan in Frage, ob ich überhaupt noch stillen möchte. Ich habe Angst davor, dass meine Brüste dadurch noch weiter explodieren und ich nichts mehr zum Anziehen habe und die Brüste ständig auslaufen und ich mich ständig umziehen muss. Aktuell schäme ich mich schon, das Haus zu verlassen und finde nichts mehr zum Anziehen, in dem ich mich wohl fühle und ich fürchte, dass die Situation dann noch viel belastender ist. Außerdem habe ich Angst vor auftretenden Schmerzen, Milchstau etc. Auch wenn ich eigentlich Stillen möchte und weiß, dass es das Beste für das Kind ist, bin ich aktuell unsicher, ob ich überhaupt anfangen möchte zu stillen, weil ich denke, dass es mich sehr belastet und dafür sorgt, dass ich die schöne Zeit und das Wochenbett überhaupt nicht genießen kann. Ich überlege daher, Abstilltabletten zu nehmen, habe aber Angst, dass ich diese Entscheidung bereuen könnte bzw es negative Auswirkungen auf die Beziehung zu meiner Tochter haben könnte. Eigentlich möchte ich schon zumindest kurz eigene Stillerfahrungen sammeln um zu wissen, was ich ggf verpasse. Außerdem weiß ich jetzt schon, dass ich meine Brüste bereits vor einer weiteren Schwangerschaft verkleinern lassen möchte, auch wenn ich weiß, dass davon eigentlich abgeraten wird. Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, diese Situation nochmal zu durchleben. Ich habe nun konkret folgende Fragen: bis wann muss ich spätestens entscheiden, ob ich stillen möchte oder nicht? Kann ich es auch erst ein paar Tage probieren und dann Abstilltabletten nehmen? Oder ist es dann schon zu spät? Oder sollte ich lieber auf anderen Wegen abstillen? Ich bedanke mich schon jetzt fürs Lesen und beantworten :-)
Liebe Katrin7195, ich kann deine Ängste gut verstehen, möchte dich jedoch ermutigen, das Stillen doch zu probieren! Muttermilch ist zweifelsohne die beste Nahrung für ein Baby und künstliche Säuglingsnahrung ist lediglich ein Ersatz. Doch das brauche ich dir nicht zu erzählen, das weißt du sicher selbst schon lange und außerdem hilft dir das in deiner Situation auch nicht weiter. Keine Frau sollte sich gezwungen sehen zu stillen und wenn dir der Gedanke an das Stillen so unerträglich ist, so weiß ich nicht, ob es für dich sinnvoll ist, wenn du stillst. Es ist die denkbar schlechteste Ausgangssituation für eine gute Stillbeziehung, wenn die Mutter sich unter Druck gesetzt fühlt und sich trotz stärkster Vorbehalte zwingt, ihr Baby zu stillen. Die andere Seite ist, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist zu stillen, wie du es dir jetzt vorstellst. Viele Dinge sind nach der Geburt des Babys ganz anders, als die Frau es sich vorher vorgestellt hat. Vielleicht ist es eine Möglichkeit für dich, dass du dein Baby nach der Geburt anlegst und so die ersten Schritte zum Stillen tust. Es ist für DICH und DEIN BABY von Vorteil, wenn Du zumindest eine kurze Zeit stillst. Bei dir erfolgt die Rückbildung der Gebärmutter schneller und dein Baby erhält zumindest das Kolostrum. Das Kolostrum, die erste Milch, die gebildet wird, ist besonders reich an Immunstoffen, hilft dem Baby das Mekonium (den ersten Stuhlgang) schneller auszuscheiden und schützt außerdem den Darm des Babys. Wenn du dann, nachdem du es probiert hast, feststellst, dass das Stillen nichts für dich ist, kannst du jederzeit abstillen, wobei ich dir allerdings von Abstillmedikamenten wegen der möglichen nicht unerheblichen Nebenwirkungen abraten würde. Ein langsames Abstillen, unterstützt durch physikalische Maßnahmen wie Kühlen der Brust und eventuell naturheilkundliche und/oder homöopathische Mittel ist für deinen Körper sanfter und auch dein Kind würde von einem langsamen Abstillen und einer entsprechend langsamen Umstellung auf künstliche Säuglingsnahrung profitieren. Über die verschiedenen künstlichen Säuglingsnahrungen solltest du dich mit einem Kinderarzt unterhalten. Er kann dir auch sagen, ob eine HA Nahrung sinnvoll oder erforderlich ist. Du kannst beim Flaschegeben genau so liebevoll mit deinem Baby umgehen wie beim Stillen. Hier noch ein paar Tipps, die Flaschenfütterung dem Stillen ähnlich machen: Füttere dein Baby immer in deinem Arm, nahe an deiner Brust, die Flasche an deinen Körper gelehnt. So hört dein Baby deinen Herzschlag, riecht und fühlt dich und kann dir in die Augen sehen. Wenn du deinem Baby einen Schnuller gibst, damit es das über die Nahrungsaufnahme hinausgehende Saugbedürfnis befriedigen kann, dann lass es das Saugen in deinem Arm oder dem Tragetuch genießen Trage dein Baby am Körper (z.B. im Tragetuch oder Tragebeutel), um ihm viel Haut und Körperkontakt zu geben Achte darauf, die Flasche nicht immer von derselben Seite zu geben. Für die Entwicklung der Augen und des räumlichen Sehens ist es von Vorteil, wenn Du wie beim Stillen die Seite wechselst. Ich wünsche dir problemlose restliche Schwangerschaftstage, eine komplikationslose Geburt und eine schöne Zeit mit deinem Baby. Liebe Grüße Biggi
Katrin7195
Liebe Biggi, wow! Niemals hab ich so schnell mit einer solch ausführlichen Antwort gerechnet! Deine Ausführung hilft mir sehr weiter. Ich glaube der Ansatz, es erstmal zu probieren und wenn es nicht klappt, natürlich abzustillen, klingt sehr sinnvoll. Ich werde nochmal mit meiner Hebamme sprechen, aber das klingt nach einem sehr sinnvollen Weg. Danke und liebe Grüße Katrin
Liebe Katrin, DANKE für die liebe Rückmeldung, sie freut mich. Ich bin für dich da, wenn es soweit ist und stehe dir gerne zur Seite, du kannst mir jederzeit schreiben! Ganz ganz liebe Grüße Biggi
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