Dawina
Hallo Biggi, Ich habe am 18.05.15 mein erstes Kind geboren. Mein Söhnchen hatte bei 50cm nur 2590g, war aber fit wie n Turnschuh! Weil er so schmächtig war wurden wir im Krankenhaus zum Zufüttern gedrängt. Dann sollte ich abpumpen. Mein Kleiner und ich haben es sehr vermisst zu stillen! Meine Hebamme wollte dann dass ich erst Stille und dann das Fläschen nachgebe. Ich hab das dann auch brav gemacht, aber wurde immer trauriger und meine Hormone drehten durch! Ich hatte Angst, dass ich anstatt voll zu stillen irgendwann keine Milch mehr hab. Nach langen Gesprächen mit meiner Mama habe ich zunächst die Fläschchen auf nachts reduziert und dann seit 4 Tagen voll gestillt. Seitdem habe ich den kleinen fast den ganzen Tag an der Brust. Seit vorgestern habe ich das Gefühl, dass er endlich richtig satt wird und die Milch fließt gut. Nun war meine Hebamme gerade da und hat ihn gewogen. Er hat 60g abgenommen. Seine Verdauung war in der Woche auch weniger. Ich hatte weniger feuchte Windeln und erst nach 6 Tagen ne volle Windel. (Da hat er aber auch mit Fläschchen 3-4 Tage auf sich warten lassen) sie sagt ich soll mehr essen und abends zufüttern, weil ihn meine Milch nicht satt macht. Ich will das aber nicht! Aber ich will meinem Kind auch nicht schaden! Ich hoffe auf schnellen Rat! Liebe Grüße Dawina
Kristina Wrede
Liebe Dawina, wenn dein Kleiner abgenommen hat dann ist irgendwas noch nicht so, wie es sein sollte. Zufüttern kann ok sein, um sicherzustellen, dass dein Sohnemann die Nährstoffe und Energie bekommt, die er braucht, um gesund zu gedeihen. Trotzdem kann daran gearbeitet werden, dass das Stillen klappt. Bzw. kann auch das, was zugefüttert wird, auch an der Brust passieren (mit einem Brusternährungsset). Es wäre hilfreich, wenn du zusätzlich zu deiner Hebamme die Unterstützung einer erfahrenen Stillberaterin hättest. Hast du mal im Netz geschaut, ob es jemanden in deiner Umgebung gibt. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Hast du die Brustkompression ausprobiert? Die Brustkompression kann euch auf jeden Fall helfen, weil dein Kind dadurch in kürzerer Zeit mehr Milch bekommt. Sie kann daher helfen, dass die Stillzeiten nicht mehr eine kleine Ewigkeit dauern! Mehr dazu siehe unten. Es gibt ganz seltene Fälle von Frauen, die nicht genügend Brustdrüsengewebe entwickeln, und deshalb nicht so viel Milch bilden können, wie ihre Kinder brauchen. Oft macht sich das bereits in der Schwangerschaft bemerkbar, wenn die Brüste nicht wachsen. Lieben Gruß, Kristina Brustkompression "Der Zweck der Brustkompression ist den Muttermilchfluss zum Baby weiter zu erhalten, auch wenn das Baby selber nicht mehr so produktiv trinkt ("weit geöffneter Mund Pause dann Schliessen des Mundes"). Auf diese Weise wird das Baby länger weiter trinken. Die Brustkompression simuliert einen Milchspendereflex ("Letdown reflex") und oft stimuliert sie sogar tatsächlich das Auftreten eines natürlichen Milchspendereflexes. Diese Technik kann bei schlechter Gewichtszunahme eines Babys hilfreich sein. Die Brustkompression setzt den Milchfluss fort, wenn das Baby nicht mehr richtig von der Brust trinkt, sondern nur noch daran nuckelt, und bewirkt beim Baby folgendes: 1. Es bekommt mehr Muttermilch. 2. Es bekommt mehr fettreiche Milch (Hintermilch). Die Brustkompression Wie funktioniert sie? 1. Halten Sie das Baby mit einem Arm/einer Hand. 2. Halten Sie die Brust mit der anderen Hand, den Daumen auf der einen Seite der Brust (am einfachsten ist es, wenn der Daumen auf der oberen Seite der Brust positioniert ist), die anderen Finger auf der anderen, unteren Seite (C Griff). Alle Finger sollten ziemlich weit weg von der Brustwarze sein. 3. Schauen Sie wie das Baby trinkt (zu Ihrem Verständnis können Sie folgenden Video anschauen unter: www.thebirthden.com/Newman.html). Machen Sie sich keinen Stress, sie brauchen nicht jeden Schluck zu erwischen. Das Baby bekommt eine nahrhafte Menge Muttermilch, wenn es mit der Technik "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes" trinkt. 4. Wenn das Baby nur noch an der Brust nuckelt und nicht mehr richtig mit der oben beschriebenen Technik trinkt, dann ist es Zeit, die Brustkompression einzusetzen. Rollen Sie nicht ihre Finger über die Brust zum Kind, sondern drücken sie nur. Aber nicht so sehr, dass es schmerzt und versuchen Sie, die Form des Brustwarzenhofes nicht zu verändern. Mit der Kompression sollte das Baby wieder anfangen effektiv zu saugen und schlucken, d.h. mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Benutzen Sie die Brustkompression nur dann, wenn das Kind nuckelt, nicht aber wenn es richtig trinkt! 5. Belassen Sie den Druck so lange, bis das Baby auch mit der Kompression nicht mehr richtig trinkt, dann lösen sie den Druck. Oft hört das Baby ganz auf zu saugen wenn der Druck wegfällt, aber es wird bald wieder damit anfangen, nämlich sobald die Milch wieder fließt. Falls das Baby nicht aufhört zu nuckeln warten Sie einen kurze Zeit, bevor Sie wieder mit der Brustkompression beginnen. 6. Die Gründe, wieso Sie den Druck lösen sollen sind einerseits, dass Sie Ihre Hand etwas ausruhen können und anderseits, damit die Muttermilch wieder zum Kind fließen kann. Das Baby wird, falls es aufgehört hat zu saugen als Sie die Kompression gelöst haben, nun wieder damit beginnen, wenn es die Milch wieder schmeckt. 7. Wenn das Baby wieder zu saugen beginnt kann es sein, dass es effektiv trinkt mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Falls dies nicht der Fall ist, d.h. das Kind nur nuckelt, benutzen Sie wieder die Brustkompression wie oben erklärt. 8. Fahren Sie so an der ersten Brust fort bis das Baby auch trotz der Kompression nicht mehr trinkt. Sie sollten dem Baby erlauben, noch eine kurze Weile länger an dieser Seite zu bleiben, da Sie manchmal einen erneuten "Let down" Reflex (Milchspendereflex) bekommen können. Das Baby würde dann von selber wieder zu trinken beginnen. Falls es jedoch nicht mehr trinkt, erlauben Sie ihm sich selbst von der Brust zu lösen oder nehmen sie es von der Brust. 9. Falls das Baby mehr möchte, offerieren Sie ihm die andere Seite und wiederholen den Prozess." (Quelle: Handout Nr. 15. Breast Compression. Revised Januar 2005 Verfasst von Dr. Jack Newman, MD, FRCPC. ©2005; www.BreastfeedingOnLine.com; Übersetzung von: Anke Käppeli Tinnes, IBCLC in Ausbildung, Zollikerberg, April 2006)
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