Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Fläschchen, zufüttern, einschlafen

Biggi Welter

 Biggi Welter
Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

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Frage: Fläschchen, zufüttern, einschlafen

Mitglied inaktiv

Hallo, Biggi, ich schon wieder. Es reißt einfach nicht ab, und ich bin für deine Worte immer sehr dankbar! Ich verstehe meinen Kleinen einfach nicht; vielleicht kannst du mir sagen, ob ich etwas falsch mache. Bis vor 14 Tagen hat er ganz locker (wenn mein Mann ihn ins Bett gebracht hat, und auch so) ein Fläschchen zwischendurch getrunken. Dann wurde er krank (ERkältung) und verweigert seitdem die Flasche. Das ist besonders blöd, weil ich mit zufüttern angefangen habe und er ja eigentlich mehr Flüssigkeit braucht. Er kriegt mittags Brei, ich stille nach Bedarf. Wie kann ich ihm die Flasche wieder angewöhnen? Mit Löffel ist so mühselig, Becher mag er nicht. Komisch ist, dass er beim Anblick des Fläschchens sofort den Mund aufreißt, es dann aber wieder rausschiebt. Zweites Thema: Zufüttern. Ich habe mit Pastinake angefangen, er giert total nach dem Löffel, schluckt auch schön runter, aber dann verzieht er das Gesicht, als ob er es fürchterlich findet. Manchmal schüttelt es ihn richtig! ??? Drittes Problem: wir haben seit langem ein Ritual zum ins Bett gehen, mit Liedchen und stillen. Plötzlich, seit 4 Tagen, macht er ohne Ende Theater! Er zappelt, reißt am Busen, möchte stillen und doch nicht, ist unruhig und wacht nach dem Einschlafen sofort wieder auf... Hinzu kommt, dass wir ja durch die Blähungen sowieso sehr wenig schlafen. Beispiel gestern: Simon wacht um 2.30 nachts auf, schläft mittags eine halbe Stunde und nachmittags nochmal. Somit eine mickrige Stunde in 15 STunden wach sein! Ich mach mir echt Sorgen, so wenig Schlaf ist doch nicht normal! Und er ist ja auch völlig müde und gähnt etc. Ich weiß, Ferndiagnosen sind schwierig bis unmöglich, aber vielleicht... Ein dickes Danke auf jeden Fall im voraus. Es ist einfach schön, dass es dich gibt. Liebe Grüße C.


Biggi Welter

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? Liebe C., es kann sein, dass deinem Sohn das Trinken an der Flasche weh tut, denn eventuell ist die Erkältung noch nicht ganz überstanden und der Unterdruck beim Trinken an der Flasche ist ihm unangenehm. Lass den Kleinen vorsichtshalber (nochmals) von der Kinderärztin/arzt anschauen, um sicher zu gehen, dass ihm nichts fehlt. Auch die mangelnde Begeisterung für die Beikost kann in Zusammenhang mit der Erkältung stehen und es ist jetzt sicher keine Eile angesagt, damit Simon nun möglichst schnell möglichst viel Beikost isst. Geduld ist hier - wie so oft - eine der wichtigsten Elterntugenden. Im gesamten ersten Lebensjahr kann der Flüssigkeitsbedarf eines Babys vollständig über die Muttermilch gedeckt werden, vorausgesetzt, es wird weiterhin nach Bedarf gestillt. Dennoch ist es sinnvoll parallel zur Einführung der Beikost auch den Becher mit Wasser einzuführen. Biete deinem Kind zur Beikost einfach Wasser an (probiere einmal einen ganz normalen Becher). Wenn es durstig ist, wird es trinken, wenn nicht, wird es eben nichts trinken. Auch dein Kind wird das Trinken lernen. Falls Du beim Beikostfüttern den Eindruck hast, dass dein Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt und der Stuhl deshalb zu fest wird, kannst Du den Brei etwas flüssiger machen, dann gibt es eben Gemüsesuppe statt Gemüsebrei. Die meisten Eltern überschätzen das Schlafbedürfnis ihrer Kinder. Es gibt Kinder, die extrem wenig Schlaf brauchen. Versuch doch einmal, ob Simon besser schläft, wenn Du dich - auch am Tag - mit ihm hinlegst, dann bekommst auch Du noch etwas mehr Schlaf, was dir sicher nicht schadet:-) LLLiebe Grüße Biggi


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