Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchstau

Frage: Milchstau

ra issa

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ich habe seit einer Woche eine Verhärtung in der linken Brust, die ich einfa h nicht wegbekomme. Meine Tochter ist jetzt nun 10 Wochen alt u d schon seit der Geburt habe ich immer wieder Verhärtungen in dieser Brust. Zweimal war ich bei meiner Fä, die mir Ampicillin verschrieben hat. Zwei Wochen später hatte ich wieder eine verhärtung und seit dem gehe ich nicht mehr zu ihr und versuche durch wärmen und kühlen alles im Griff zu bekommen. Bis jetzt hat es auch geklappt. Die Verhärtung gab's immer an unterschiedlichen Stellen. Seit gestern spühre ich in der Achselhöhle auch eine Drüse. Es tut nicht weh. Ich habe kein Fieber, und wenn doch, dann höchstens 37.4º.Meine Frage ist: Was soll ich machen? Ich möchte weiter stillen.Wie bekomme ich die Verhärtung weg? LgRaissa


Biggi Welter

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Liebe Raissa, der Tipp heißt: Zum Arzt gehen und abklären lassen, was da wirklich los ist. Wenn sich eine Stauung nicht innerhalb von 24 bis spätestens 48 Stunden bessert, dann sollte sich eine Ärztin/Arzt die Brust anschauen und ein über Wochen hinweg anhaltender Milchstau gehört wirklich in ärztliche Hände. Bitte wende dich an einen kompetenten Arzt, der auch einen Ultraschall macht. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter


ra issa

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Vielen Dank für die Antwort, Biggi. Ich war bei meiner FA, die auch ein Ultraschall der Brust gemacht hat. Diagnose: Mastitis und entzündliche Lymphknoten im Achselbereich. Seit gestern nehme ich 3x am Tag insgesamt fünf Tage lang 1000mg Ampicillin. Nach bislang fünf Tabletten habe ich wieder 37,7°C Fieber... Bis wann sollte das Antibiotikum denn eine spürbare Verbesserung bringen? Liebe Grüße, Raissa.


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