Inkognito
Hallo, irgendwie ergibt sich mit jedem Monat was neues, wenn das alte ,,Problem“ schon wieder gelöst ist kommt was anderes 😬🫣 Mein Sohn ist 6 Monate alt. Geboren bei 34+0, also korrigiert 4.5 Monate alt. Ich stille ihn voll. Das hat bis vor etwa vier Wochen super geklappt. Ich habe ihn tagsüber immer auf dem Stillkissen gestillt. Nun ist es tagsüber total chaotisch. Immer mal stillen für 3 Minuten, dann fängt er an zu quengeln und streckt sich von der Brust weg, dann hebe ich ihn hoch und alles ist gut, dann probier ich es nochmal und er quengelt direkt. Manchmal ist es so, dass er dann Spielzeug nimmt, sich in den Mund steckt und seinen Kopf ganz schnell hin und her bewegt (Such-Bewegungen) und noch nicht ganz Zufrieden ist. Er hat da offensichtlich noch Hunger. Ich kann ihn ausschließlich in der Trage tagsüber sättigen! Nachts funktioniert das super, da trinkt er normal im liegen und schläft wieder ein. Tagsüber klappt das nicht, da trinkt er wirklich nur ganz kurz, meist nach einem zwei Stündigen Spaziergang. Ich habe jegliche Stillpositionen probiert, habe den Raum abgedunkelt, aber nichts hilft. Es ist nicht so dass er den ganzen Tag unzufrieden ist, er spielt dann und ist fröhlich, dann quengelt er und sucht, nimmt aber die Brust dann erst in der Trage wieder. Manchmal ist er aber total unzufrieden und lässt sich eben nur in der Trage, an der Brust, beruhigen. Dann habe ich auch das Gefühl, dass er das oft Nachts nachholt. Er nimmt super zu. Ausscheidung ist auch normal. Ist das normal? Hat er schmerzen? Am Anfang hat er in jeglicher Situation die Brist genommen 🥲
Liebe Inkognito, es gibt einige Kolleginnen, die von einer „Brustschimpfphase" sprechen. Damit sind Kinder gemeint, die Angst haben, beim Trinken an der Brust etwas zu verpassen. Als erste Maßnahme ist dann zu empfehlen, das Baby auch am Tag unter den Bedingungen zu stillen, wie sie in der Regel nachts herrschen: in einem ruhigen, ablenkungsarmen, abgedunkelten Raum. Neben dem Tipp, möglichst gelassen zu bleiben ist dies die nächste Empfehlung, die dem Kind und damit auch der Mutter in solchen Zeiten helfen kann. Für dieses Verhalten kann es eine Vielzahl von Gründen geben und ohne weitere Angaben und ohne euch sehen zu können, bin ich auf’s Raten angewiesen. Eine Möglichkeit ist die, dass der Kleine gelernt hat schnell zu trinken und schlicht satt ist. Bekommt der Kleine einen Schnuller oder eine gelegentliche Flasche? Dann könnte eine Saugverwirrung vorliegen. Manche Kinder reagieren auch so auf einen starken Milchspendereflex. Dann schießt die Milch geradezu aus der Brust und damit kommen nicht alle Kinder zurecht. Es kann auch sein, dass das Kind sehr leicht ablenkbar ist. Bei Babys, die in einer der Phasen sind, in denen sie besonders leicht ablenkbar sind, hat sich bewährt, sich zum Stillen mit dem Baby in eine ruhige und ablenkungsarme, „langweilige“, eventuell auch abgedunkelte Umgebung zurückzuziehen. Trat dieses Verhalten plötzlich auf? Viele Babys verweigern bei Ohrenschmerzen die Brust oder zeigen das von dir genannte Verhalten. Warst du schon beim Arzt? Vielleicht hat dein Baby Verspannungen, die ihm das Trinken unangenehm macht, evtl. kann ein Osteopath, der sich mit Säuglingen gut auskennt, hier Hilfe leisten. Vielleicht zahnt dein Baby tatsächlich auch schon und trinkt deshalb nicht gut an der Brust. Wenn das abgeklärt ist, wäre es sinnvoll, wenn eine Kollegin vor Ort Euch noch einmal beim Stillen zusieht, um die Saugtechnik zu überprüfen. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Liebe Grüße, Biggi
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