Hallo zusammen, meine Tochter ist 7 Wochen alt und kam mit 2,6 kg zur Welt. Bereits im Krankenhaus wurde mir deshalb geraten, zuzufüttern. Seitdem bekommt sie zusätzlich die Flasche. Aktuell ist es leider so, dass sie tagsüber die Brust zunehmend verweigert. Nachts trinkt sie dagegen meistens sehr gut an der Brust, vermutlich auch, weil sie dann noch im Halbschlaf ist. Ich hatte zunächst die Vermutung, dass die Brustverweigerung tagsüber damit zusammenhängt, dass ich zu wenig Milch habe. Nachts fühlt sich meine Brust teilweise sehr voll und gespannt an, während sie tagsüber eher weich bzw. „schlapp“ ist. Manchmal dockt sie sich auch nachts ab und meckert — meist genau dann, wenn sich die Brust für mich eher leer anfühlt (dann gebe ebenfalls die Flasche, das kommt jedoch sehr selten vor Nachts). Tagsüber ist das Stillen inzwischen sehr schwierig geworden. Oft dockt sie gar nicht mehr an oder nur für 1–2 Minuten pro Brust. Manchmal dockt sie an, saugt kurz, dockt wieder ab, und das wiederholt sich 6–7 Mal hintereinander. Es wirkt auf mich so, als würde sie kurz „testen“, ob etwas kommt, und dann unzufrieden sein. Der Ablauf ist meistens so: Sie wacht auf und weint sofort, weil sie immer direkt großen Hunger hat. Wenn sie schon so aufgebracht ist, ist es sehr schwer, sie überhaupt an die Brust zu bekommen. Wenn das Anlegen nicht klappt (was direkte nach dem Aufwachen so gut wie der Fall ist) gebe ich ihr dann zunächst ca. 30 ml aus der Flasche, mache zwischendurch Pausen und versuche immer wieder, sie anzulegen. Meistens schreit sie dann aber sofort, sobald ich ihr die Brust anbiete wogegen sie mit der Flasche sehr happy ist (es gäbe gar kein Weinen, außer das zum Aufwachen selber, wenn sie direkt nur die Flasche bekommen würde - der Hunger ist wohl der einzige Grund). Wenn der erste Hunger etwas gestillt ist, nehme ich sie immer in die Wiegehaltung, lasse die Brust frei und versuche, keinen Druck zu machen. Manchmal dockt sie dann von selbst an und trinkt ein bisschen, aber meistens nur sehr kurz 2-3 Mintuen, immer nur an einer Brust). Bei der Flasche achte ich bereits darauf, dass sie einen langsamen Sauger bekommt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie tagsüber die Brust immer weniger akzeptiert. Ich habe große Angst, dass dadurch die Nachfrage zu gering wird und ich meine Milchmenge weiter verliere. Hättet ihr Tipps, wie ich sie wieder stressfreier an die Brust gewöhnen kann?