Mitglied inaktiv
hallo biggi, mein sohn ist jetzt 10 wochen alt und ich habe bereits den zweiten milchstau. beim ersten mal mußte ich antibiotika (ospen) nehmen, da ich ziwmlich hohes fieber hatte. jetzt möchte ich auf keinen fall schon wieder medikamente nehmen. meine homöopathin hat mir phytolacca d4 und wenn das nichts hilft lymphomyosot tropfen empfohlen. ich habe beides genommen und es hat sich nichts gebessert. auf der linken brust ist der rote fleck noch größer geworden und die schmerzen sind nach wie vor da. harte stellen kann ich kaum spüren. fieber habe ich im moment keines. sonst habe ich noch topfenwickel zwischen den stillpausen und kurz vor dem stillen warme dunstumschläge gemacht. auch unter der dusche habe ich versucht die schmerzende stelle auszumassieren. den kleinen lege ich so ca. zweistündig an. dazu muß ich noch sagen, daß diese brust immer viel weniger milch hat als die rechte. auch jetzt trinkt der kleine nur wenig. den großen hunger stillt er meistens an der anderen brust. leider ist das schreiben jetzt sehr lang geworden, aber ich bin schon ziemlich verzweifelt, weil ich im moment nicht mehr weiter weiß. vielleicht kannst du mir helfen. liebe grüße susa
Liebe Susa, bei einen Milchstau musst Du nicht unbedingt Verhärtungen spüren. Wichtig ist, dass Du bei den aller ersten Anzeichen eines Milchstaus zu handeln beginnst, damit daraus keine Brustentzündung oder gar ein Abszess wird. Du kannst die gestaute (ev. schmerzende) Stelle vor dem Stillen wärmen (z.B. in einer Schüssel mit warmen Wasser oder in der Badewanne). Du kannst auch ein warmes feuchtes Tuch um die Brust legen. Manche Frauen empfinden es als angenehm, wenn sie zwischen den Stillmahlzeiten ein Heizkissen oder eine Wärmflasche über die Brüste legen. Andere wiederum finden Quarkwickel (bitte die Brustwarze und den Warzenhof aussparen und nicht bei bekannter Allergie gegen Kuhmilch anwenden) als hilfreich. Um die gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen (oder abpumpen) und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. In manchen Fällen kommt es auch zu chronisch gestauten Milchgängen. Viele Mütter haben dann die Erfahrung gemacht, dass sich diese Milchstaus lösen, wenn sie alle Fette die sie zu sich nehmen, durch hochungesättigte Fette ersetzen und zusätzlich pro Tag einen Esslöffel flüssiges Lecithin einnehmen. Die Einnahme von Vitamin C kann ebenfalls helfen. Außerdem solltest Du möglichst viel Ruhe und Entspannung gönnen. Die Brust einer stillenden Frau reagiert nicht selten auf Stress und Belastung. Wenn Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnliche Symptome auftreten, solltest Du einen Arzt aufsuchen, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Du schreibst auch, dass dein Sohn hauptsächlich nur an einer Brust trinkt. Wenn dein Sohn dabei gut gedeiht und satt und zufrieden ist und Du keine Probleme mehr mit dem Milchstau hast, dann muss er nicht an der zweiten Seite trinken. Die meisten Babys haben eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung sogar so weit, dass sie nur an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das macht überhaupt nichts, kann höchstens für die Mutter ein optisches Problem sein, da die bevorzugte Brust häufig größer ist. Nach dem Abstillen gleicht sich dieser Größenunterschied wieder aus. Ich wünsche dir eine gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
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