Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchspendereflex

Frage: Milchspendereflex

trinity

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Hallo liebes Team, ich habe ein kleines Problem. Seit ca 5 Tagen setzt nachts mein Milchspendereflex erst sehr spät ein und meistens auch nur bei der Stimulation der linken (Lieblings-) Brust, Wir stillen nachts noch 1x (Tochter ist 18 Monate alt). Kann so was schon mal vorkommen oder sind das Abstillvorboten? Kann man das wieder verbessern. Tagsüber arbeite ich von 8-17 Uhr, also kann ich tagsüber schelcht vermehrt anlegen. Tagsüber dauert es auch immer länger bis "etwas kommt" und die Kleine trinkt auch immer nur so 30sec richtig. Nachts ist sie natürlich nicht glücklich über den Umstand, dass sie so lange auf ihre Milch warten muss.... Vielen dank mal wieder für Eure Hilfe. LG, T. PS: Ich hatte letzte Woche bzgl Geschäftsreise geschrieben: Kurze Rückmeldung, ich habe abgesagt, da ich das emotional einfach noch nicht konnte. Chef hat es aber gut aufgefasst (hoffe ich, sehe ich dann am nächsten Incentive Gespräch ;-))


Biggi Welter

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Liebe T., ich finde es klasse, dass Du den Mut hattest und mit deinem Chef gesprochen hast und ich wünsche dir von herzen, dass Du keine Nachteile dadurch erleiden musst. Es gibt Frauen, die noch jahrelang nur mehr einmal in 24 Stunden stillen und die Brust stellt sich problemlos auf nur mehr eine Stillzeit pro Tag ein. Es gibt aber auch Frauen, bei denen eine so seltene Stimulation der Brust nicht genügt, um die Milchbildung aufrecht zu erhalten. Wie dies bei dir ist, kann ich dir nicht sagen, Du musst es ausprobieren. In jedem Fall ist der größte „Feind“ des Milchspendereflexes das Warten darauf bzw. die Angst er könne nicht einsetzen. Diese Anspannung kann den Milchspendereflex tatsächlich blockieren. Die Milch ist nicht einfach plötzlich weg. Es kann schon mal vorkommen, dass der Milchspendereflex nicht gleich einsetzt. Wenn die Mutter verspannt ist oder das Kind nicht ganz so optimal saugt. Das ist aber kein Beinbruch und wenn die Mutter es dann schafft ruhig zu bleiben, vielleicht die Seite zu wechseln (eventuell mehrfach) und sich gezielt entspannen, dann ist meist alles bald wieder so wie es sein soll. Also: Keine Panik, sondern Ruhe bewahren und sich mit dem Kind bequem und in Ruhe hinsetzen oder hinlegen und auch mal an was anderes denken. Die Entspannungsübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs können ebenfalls sehr hilfreich sein. Plötzlicher Aktionismus und viel Trinken sind kontraproduktiv, wichtig ist es jetzt wirklich ruhig zu bleiben, am besten mit dem Baby zusammen ein paar reine Baby und Stilltage einzulegen. Das kann wahre Wunder wirken, wenn Du dich für ein paar Tage mit deinem Kind ins Bett legen kannst (oder auf ein gemütliches Sofa) und dich um nichts anderes kümmerst als um dich und dein Baby und dich selbst so richtig verwöhnen (lässt). Vielleicht schaffst Du das am nächsten Wochenende? LLLiebe Grüße, Biggi


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