huepfdohle
Hallo! Ich habe da mal eine Frage, die mich seit längerem beschäftigt. Kann der Milchspendereflex auch schwächer werden (bzw. nachlassen) während des Stillens? Hintergrund ist, dass ich voll stille und zusätzlich auf Vorrat pumpe. Heute gab es zB zwei Situationen: 1. Habe eine komplette Mahlzeit abpumpen wollen, links habe ich in der Regel 70% von dem was ich rechts rausbekomme. Habe also links begonnen zu pumpen und bekam 80 mL, da freute ich mich schon und dachte" toll dann bekommste mit rechts 120 mL endlich mal eine ganze Mahlzeit von 200 mL".. (sonst sind es immer ca 50+80 mL nur). Aber leider ließ der MIlchfluss nach, obwohl ich spürbar noch was in der Brust hatte, dann kam dann garnichts mehr oder allenfalls 1 Tropfen / 3 Pumpvorgängen. 2. Vorhin habe ich meinen Sohn gestillt, ich begann mit links, er schluckte hörbar große Mengen. Dann klingelte das Telefon und ich bin auch noch so doof und dock ihn für nicht mehr als 5 sekunden ab (Hörer lag neben mir). Als ich wieder andockte lief nichts mehr, stattdessen habe ich nun mal wieder Knoten in der Brust und es fühlt sich an als ob noch was drin ist (Wärmflasche liegt schon auf). Auch wenn ich nach dem Stillen noch nachpumpen will, läuft nichts, auch wenn mein Sohn nur ein paar Schlucke genommen hat...(Meist Wickelpause dazwischen) Was passiert da, wenn auf einmal aufhört zu fließen, und wie kann ich sie wieder in Fluss bringen. Wenn ich pumpe oder stille spüre ich in den Reflex immer an beiden Seiten, muss ja aber natürlich eine Brust nach der anderen leeren, habe das Gefühl dass ich bei der zweiten Brust immer etwas zu "spät" dran bin... oder täuscht mich mein Gefühl..? Hoffe ich habe nicht allzu wirr geschrieben... LG huepfdohle
Liebe huepfdohle, viele Frauen erleben im Laufe der Stillzeit, dass sie das Einsetzen des Milchspendereflexes nicht mehr (oder nur manchmal) spüren und denken dann, dass er ausbleibt. Deshalb ist es die Frage, ob es wirklich ein fehlender oder verzögerter Milchspendereflex ist oder ob Du ihn schlicht nicht mehr bemerkst. In jedem Fall ist der größte "Feind" des Milchspendereflexes das Warten darauf bzw. die Angst er könne nicht einsetzen. Diese Anspannung kann den Milchspendereflex tatsächlich blockieren. Die Milch ist nicht einfach plötzlich weg. Es kann schon mal vorkommen, dass der Milchspendereflex nicht gleich einsetzt. Wenn die Mutter verspannt ist oder das Kind nicht ganz so optimal saugt. Das ist aber kein Beinbruch und wenn die Mutter es dann schafft ruhig zu bleiben, vielleicht die Seite zu wechseln (eventuell mehrfach) und sich gezielt entspannen, dann ist meist alles bald wieder so wie es sein soll. Also: Keine Panik, sondern Ruhe bewahren und sich mit dem Kind bequem und in Ruhe hinsetzen oder hinlegen und auch mal an was anderes denken. Die Entspannungsübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs können ebenfalls sehr hilfreich sein. Plötzlicher Aktionismus und viel Trinken sind kontraproduktiv, wichtig ist es jetzt wirklich ruhig zu bleiben, am besten mit dem Baby zusammen ein paar reine Baby und Stilltage einzulegen. Das kann wahre Wunder wirken, wenn Du dich für ein paar Tage mit deinem Kind ins Bett legen kannst (oder auf ein gemütliches Sofa) und dich um nichts anderes kümmerst als um dich und dein Baby und dich selbst so richtig verwöhnen (lässt). Wichtig ist auch, dass das Kind keine künstlichen Sauger bekommt, denn leider kann es auch passieren, dass ein Kind doch saugverwirrt ist und nicht immer den Milchspendereflex auslösen kann. Wenn Du also Schnuller oder Flaschen gibst, verzichte einmal ganz darauf und beobachte, ob es besser wird. LLLiebe Grüße, Biggi
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