Dilasahin
Hallo liebe Experten ich lese nun schon ne ganze Weile hier fleißig mit und jetzt muss ich selbst mal fragen.. Mein Baby ist 1 Woche und 2 Tage alt und ich hab große Schwierigkeiten beim stillen. Als ich vom Krankenhaus raus bin hatte er 9% seines Gewichts verloren und dir Ärzte hatten mir empfohlen zuzufüttern weil anscheinend meine Milch nicht reicht also hab ich angefangen ihn 1-2 mal täglich nach dem stillen noch ein Fläschchen zu geben aber des Problem ist er wird einfach beim stillen nicht satt ich spüre das ich mehr Milch habe aber der kleine saugt und saugt und saugt wird nicht satt gestern Nacht habe ich ihn glaub ich 2 Stunden lang gestillt 20 min die Brust dann 20 Minuten die andere Brust dann wieder aber er wird nicht satt heute habe ich mal zu probe abgepumpt und habe 100ml rausbekommen habe ihn gestillt ne halbe Stunde dann war er wieder nicht satt also habe ich ihn des abgepumpte gegeben und er hat so gut geschlafen sein Gewicht ist jetzt auch wieder bei seinem ausgangsgewicht ich würde zu gerne das Fläschchen weg lassen aber ich hab Angst das er dann wieder abnimmt stillberatung finde ich keine hier in Nürnberg weil alle Termine sind schon vergeben ich bin grade einfach am verzweifeln.. :(
Liebe Dilasahin, ich glaube, dass dein Baby saugverwirrt ist und nicht mehr korrekt und effektiv trinken KANN. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Nun kann ich aber weder dich noch dein Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und dir auch nichts zeigen. Am besten wendest Du dich deshalb einmal an eine Stillberaterin in deiner Nähe und lässt dir beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann dir dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann dir erklären, woran Du erkennst, ob dein Kind korrekt saugt und dir überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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