Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ein paar Fragen zur Beikost

Frage: Ein paar Fragen zur Beikost

Mitglied inaktiv

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Hallo liebe Stillberaterinnen, vielen Dank erstmal für eure vielen hilfreichen Antworten. Meine Tochter ist jetzt fast 8 Monate, mit knapp 6 Monaten haben wir mit Beikost angefangen. Parallel wird sie gestillt. Sie bekommt 2 mal Getreide-Obst-Brei und 1 mal Gemüsebrei. Außerdem isst sie gerne Fingerfood (Karotte, Pastinake, Hirsekringel). Ich habe ein paar Fragen: 1. Fleischbrei mag sie gar nicht, hab Rind und Hühnchen probiert, biete ihr es 2 mal pro Woche an, aber da isst sie meistens nur ein paar wenige Löffelchen. Ab wann "sollte/muss" sie mehr Fleisch essen? Empfehlung ist ja, 5 mal Fleisch pro Woche - ich weiß, dass das diese Menge eher etwas hoch angesetzt ist. Ab wann sollte sie mehr Fleisch essen? Ich gebe täglich einmal Haferbrei mit geriebenem Apfel, Banane oder Birne - für das Eisen. 2. Milch braucht sie nicht, solange ich parallel stille, richtig? Also zwei mal Getreide-Obst-Brei ist ok, oder? 3. Ist es wichtig, direkt nach den Breimahzeiten zu stillen? Ich stille meistens so 1 - 1/2 h später, zumindest seitdem sie etwas größere Portionen isst. Wasser trinkt sie sehr gut. Probleme mit der Verdauung hat sie nicht. Danke schonmal! :-)


Biggi Welter

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Liebe blablubblub, ob ein Baby/Kleinkind Fleisch braucht oder nicht, hängt davon ab, wie es ernährt wird. Fleisch wird wegen seines hohen Eisen- und Proteingehaltes gegeben. Es kann jedoch durch andere Nahrungsmittel ersetzt werden, vorausgesetzt das Baby wird weiterhin gestillt. Die Verfügbarkeit und damit die Aufnahme des Eisens in den Körper wird entscheidend verbessert durch Vitamin C. Durch die Gegenwart von Vitamin C wird die Eisenaufnahme aus allen Lebensmitteln bis um das dreifache gesteigert, Da Vitamin C das zweiwertige Eisen vor der Umwandlung in nicht resorbierbares dreiwertiges schützt und zur Umwandlung von vorhandenem dreiwertigen in resorbierbares zweiwertiges Eisen beiträgt. Zu jeder Mahlzeit gehört ein Vitamin-C-haltiger Bestandteil. Wenn unter Beachtung dieser Regel konsequent Vollgetreide verwendet wird, braucht die Beikost kein Fleisch zu enthalten. Eine Vollwertkost mit Vollkorngetreide, reichlich Gemüse und Obst, gemahlenen Nüssen, Milch und wenig Ei macht auch im zweiten Lebensjahr Fleisch nicht unbedingt erforderlich. Bei einer anderen Ernährungsform ist zwei- bis dreimal pro Woche eine Fleischzufuhr notwendig. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch besser verwertet werden. Es macht aber sicher nichts aus, wenn dein Kind erst einmal eine Pause macht nach dem Essen. Generell wird empfohlen, dass mit Kuhmilch und Kuhmilchprodukten gewartet wird, bis das Kind ein Jahr alt ist, es gibt aber auch Meinungen, die sagen, dass es ab zehn Monaten schon kein Problem sei, Milchprodukte einzuführen. LLLiebe Grüße Biggi


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Ist es in Hinblick auf Allergien wichtig, dass sie Kuhmilch als potentielles Allergen möglichst früh bekommt?


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