Zissy
Hallo, seit 2 Tagen plagt mich ein Darminfekt mit Appetittlosigkeit, Durchfall und starken Krämpfen. Seit gestern verweigert meine kleine Tochter (6Mo) die Brust. Sie beginnt zu schreien wenn ich sie nur in die Position bringe. Wenn sie zu saugen beginnt dann nur ganz kurz und beginnt wieder zu weinen, das sich bis zum brüllen steigert wenn ich es weiter versuche. Abpumpen zur Aufrechterhaltung der Milchmenge hab ich versucht, löse aber keinen MSR aus! Das dauert jetzt sowieso länger und ich spüre es auch nicht mehr. Warum verweigert sie die Brust? Kann es sein dass ich anders rieche oder die Milch anders schmeckt? Am Besten funktionierts Nachts im Halbschlaf... Was kann ich noch versuchen? Hab Sorge wegen der Milchmenge! Und dass sie zu wenig hat- Beikost kriegt sie erst seit ca. 1 Woche. Abstillen möchte ich auch noch nicht. Außerdem braucht meine Kleine ja auch Flüssigkeit und Nahrung!! Liebe Grüße Zissy
Liebe Zissy, das hört sich nach einem Stillstreik an. Wenn dein Baby weiterhin so streikt, solltest Du zunächst sicherheitshalber abklären lassen, ob es vielleicht Schmerzen beim Trinken hat. Viele Babys verweigern bei Ohrenschmerzen die Brust oder auch bei einem Infekt. Bis sich die Situation wieder entspannt, helfen hoffentlich erst einmal diese Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Wenn das Abpumpen nicht klappt, kannst Du es mit dem Handausstreichen probieren, magst Du Tipps dazu? LLLiebe Grüße Biggi
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