Karlafrodo
Liebe Stillberaterinnen, ich weiß nicht, ob ihr meine Frage beantworten könnt, aber ich wollte sie zumindest mal loswerden. Woher kommen die unterschiedlichen Meinungen der Experten zum Thema Beikost? Die WHO empfiehlt nach 6 Monaten zu beginnen, die deutsche FKE bereits nach 4 Monaten. Mein Kleiner ist ein Frühchen und korrigiert 14,5 Wochen und mir wurde in einem anderen Forum hier jetzt zum Beikoststart geraten. Was ich definitiv nicht tun werde, da er noch keinerlei Anzeichen zeigt. Mir wurde dazu geraten um zügig die Mahlzeiten auf 5-6 zu begrenzen, da alle 2h Stillen viel zuviel sei. Ich finde das alles sehr verwirrend. Mir ist schon klar, dass das letztendlich ja meine Entscheidung ist und erwarte wie gesagt auch eigentlich keine Antwort. Nur letztendlich sind alles Experten und man sollte ja meinen, dass die zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen. Liebe Grüße und vielen Dank für eure tolle Arbeit hier!
Liebe Karlafrodo, es ist bei den Meinungen rund um das Thema Beikost nicht anders als bei anderen Themen: es gibt immer unterschiedliche Meinungen. Die Foren sind unabhängig voneinander und es gibt auch keine Absprachen zwischen den einzelnen Experten. Von daher kann es natürlich passieren, dass Du in dem einen Forum eine andere Sichtweise der Dinge erfährst, als in einem anderen. So stellt sich eigentlich auch nicht die Frage: „Wer hat nun Recht?“, sondern jeder Experte antwortet nach bestem Wissen und Gewissen und auch aus seiner Erfahrung auf seinem Fachgebiet heraus. Es tut mir leid, wenn Du verunsichert bist, aber letztendlich ist es dadurch wie in anderen Dingen des Lebens auch, dass man sich mitunter aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Meinungen und Fakten ein eigenes Urteil bilden muss. Und jetzt muss ich dich auch noch verunsichern, denn auch ich rate dir zur Beikost (aber nicht zum weniger stillen ;-)). Die üblichen Kriterien zur Beikostreife gelten für voll ausgetragene, gesunde Babys. Für Frühgeborene gelten etwas andere Regeln. Aber NICHT, dass mit der Beikost länger gewartet werden soll, sondern, dass unter Umständen die Beikosteinführung sogar schon vorgezogen werden sollte, weil es sonst Probleme mit der Eisenversorgung geben kann, denn Frühchen hatten nicht so viel Zeit wie reif geborene Kinder einen Eisenspeicher anzulegen. Am besten besprichst Du mit deiner Kinderärztin/arzt wie es für deine Kinder am besten gehandhabt wird und ob es sinnvoll wäre, den Eisenwert zu bestimmen. LLLiebe Grüße Biggi
Karlafrodo
Danke Biggi :-) Das wusste ich jetzt nicht, aber da unser Kleiner bei 36+3 kam und somit nur knapp ein Frühchen ist glaube ich nicht, dass das so ein großes Problem ist. Trotzdem werde ich meinen Arzt demnächst darauf ansprechen. Der Eisenspeicher der Mutter ist egal? Überträgt sich Eisen nicht mit Muttermilch? Meiner ist nämlich super und war das auch in der Schwangerschaft. Liebe Grüße!
Liebe Karlafrodo, welchen Eisenwert eine Frau in der Stillzeit hat, ist für das Kind nicht von Bedeutung, da der Eisengehalt der Muttermilch nicht in Abhängigkeit vom Eisenwert der Mutter steht. Der Eisengehalt der Muttermilch lässt sich auch nicht über die Ernährung oder die zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten steigern. LLLiebe Grüße Biggi
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