Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beikost und Stillen

Frage: Beikost und Stillen

Schnullerschnute24

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Hallo liebes Beratungsteam, meine kleine ist jetzt 5 Monate alt und bekommt mittlerweile Mittag und Abendbrei Nachts stillen 1Uhr Früh stillen 6 Uhr Vormittag stillen 9.30Uhr Mittag Brei 13Uhr Nachmittag stillen 16Uhr Abendbrei 19Uhr Stillen 20.30Uhr Ist das ok so?? Ich möchte eigentlich abstillen aber meine kleine nimmt keine Flasche. 1. Welche Mahlzeit könnte ich umstellen bzw. vllt statt stillen um 16 Uhr Obst geben? 2. Ich mache den Abendbrei mit Wasser ist das ok? Also 200ml Wasser mit 5 Esslöffel Dinkelflocken von Holle ohne Öl und 20g Obst oder sollte ich lieber mit Pre anrühren od Milch? (Milch erst ab 6.Monat möglich?!) 3. Das stillen um 20.30Uhr braucht sie nur zum einschlafen, hab schon andere Rituale versucht ohne Erfolg deshalb mache ich den Abendbrei nicht mit pre od Milch weil dann ne Stunde später stillen wird zu viel oder? Ich will sie nicht überfüttern. 4.Sie aß den Mittagsbrei immer komplett momentan isst sie 3/4, ich koche selbst und gebe immer noch Wasser dazu das der Brei etwas flüssiger wird, dann sind es 210g dann is doch ok wenn sie 3/4 isst oder? Das Wasser gebe ich dazu das der Stuhl etwas flüssiger wird, er ist etwas fest trotz Öl und Apfelsaft. 5. Beim kochen des Breis wird ja das Wasser mit püriert, dann sind ja 100g nicht mehr reines Gemüse sondern ein Teil Wasser, sollte man dann von jeder Komponente mehr nehmen? Aber das schafft sie dann ja nicht. Mein Gedanke ist ob dann die Vitaminversorgung passt wenn überall dann soviel Wasser mit drin ist? Danke für die Antwort. Lg Karina


Biggi Welter

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Liebe Karina, ich würde in diesem Alter noch keinen weiteren Brei anbieten, dein Baby ist zu nun für so viel Beikost! Auch würde ich noch keinen Milchbrei geben, sondern pure Milch. Im ersten Lebensjahr IST Milch die Hauptnahrungsquelle und viele Babys essen noch nicht viel feste Kost. Sicherlich kannst Du der Brei verdünnen, denn noch sollte das Wort BEIkost wörtlich genommen werden! Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch besser verwertet werden. Wenn Du nicht mehr stillen möchtest, solltest Du zur Flasche hin abstillen. Hast Du die Becherfütterung schon einmal probiert? Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt und so wird auch eine Saugverwirrung sicher vermieden.. Wenn Du das nicht magst, helfen folgende Tipps: - Lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie du selbst (vielleicht kannst du den nächsten Versuch ja auf ein Wochenende legen?). Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - probiert verschiedene Trinkpositionen aus; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn dein Baby schläft; - gib nicht sofort auf, wenn es nicht klappt, probiert es weiter - aber bedenke auch, dein Baby kann auch (tagsüber) aus einer Tasse, vom Löffel, mit der (Kunststoff-) Pipette oder dem "Soft Cup" gefüttert werden - es muss nicht zwangsläufig eine Flasche sein. LLLiebe Grüße Biggi


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