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Liebe Frau Welter, unser Sohn Joshua ist am 8.03. geboren, also fast genau 7 Monate; er wird voll gestillt. Tags und Nachts alle 2- 2,5 Stunden. Und da liegt mein Problem, ich finde zuwenig Schlaf. Ich glaube er wirdr nicht mehr richtig satt und fing daher vor ca. drei Wochen mit Beikost an (alle Anzeichen dafür hat er). Er lehnt aber alles breiige ab, nur Dinge die selbst in den Mund stecken kann wie, Dinkelstangen, Kartoffel, Stückchen Brot nimmt er- auch nur sehr wenig. Selbst Tee oder Wasser verweigert er. Ich hoffe sie haben Tips für mich, so langsam brauche ich nämlich wirklich Schlaf...... Lieben Dank und herzliche Grüsse Imke und Joshua
? Liebe Imke, kein Kind muss Brei essen. Wenn Joshua keinen Brei mag, dann lassen Sie ihn eben stückige Kost essen, das ist voll und ganz in Ordnung. Viele Kinder hassen es auch gefüttert zu werden und wollen selbst essen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, denn schließlich lässt sich sehr viel an fingergerechter Nahrung anbieten und außerdem hat es den Vorteil, dass diese Kinder in aller Regel sehr bald sehr gut selbst mit Besteck umgehen können und so problemlos am Familientisch mitessen können. Probier es doch einmal mit fingergerechter Nahrung und lass dein Kind selbst essen. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse- und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Allerdings kann ich Ihnen leider keine Hoffnung machen, dass Joshua auch nachdem er größere Mengen an Beikost gegessen hat, längere Schlafphasen haben wird, denn das eine hat nur sehr wenig mit dem anderen zu tun. Wo schläft Ihr Baby denn? Die Nächte können sehr viel einfacher werden, wenn das Baby in unmittelbarer Nähe der Mutter schlafen kann. Für die Mutter ist es sehr viel praktischer, wenn das Baby mit im eigenen Bett liegt (was weltweit bei Mehrzahl aller Kinder und in unserer Kultur sehr viel mehr als von den Eltern zugegeben wird der Fall ist) oder auf einer Matratze oder in einem Kinderbett direkt neben ihrem Bett. Die Mutter muss nachts nicht aufstehen, muss nicht erst richtig wach werden, sondern kann im Liegen stillen und unmittelbar danach weiterschlafen. Auch das Kind muss gar nicht erst richtig wach werden und zu schreien beginnen und kann somit auch schneller wieder einschlafen. Auf diese Weise kann viel Kraft gespart werden und die Nächte verlaufen für alle Beteiligten ruhiger. Auch tagsüber sollten Sie versuchen, sich selbst Nischen zu schaffen, die Sie ganz gezielt für Ihre Erholung nutzen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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