Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abends geht die Milch aus.

Frage: Abends geht die Milch aus.

Julia1703

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Hallo, erst mal vielen Dank für die tolle Arbeit, die Sie hier leisten. Ich habe einen sechs Wochen alten Sohn, den ich voll stille. Er kommt häufig, mindestens alle 1,5 Stunden, eher öfter. Nachts und morgens klappt alles prima, wenn er zwischendurch mindestens eine Stunde schläft, auch mittags. Abends clustert er oft, kommt alle 20 bis 30 Minuten. Gestern hat er tagsüber nur 3 Mal 30 Minuten geschlafen. Abends um 17:30 hatte er beide Brüste fast ausgetrunken. Ich merke, dass es über den Tag immer weniger Milch wird. Es klappt dann zwar noch zirka bis 19 Uhr, ein wenig zu stillen, aber dann kommt nichts mehr. Nach spätestens ein bis zwei Minuten fließt sichtbar keine Milch mehr und er weint. Zwanzig Minuten später hat sich wieder etwas gebildet und er ist ganz kurz zufrieden. So geht es weiter, bis er schläft. An Abenden, an denen genug Milch da ist, weint er nicht. Ich habe im Forum schon gelesen, dass sich viel Milch erst beim Stillen bildet. Wenn er allerdings clustert, kommt irgendwann wirklich nichts mehr. Soll ich nachts, wenn reichlich Milch da ist, etwas abpumpen für die Abende mit großem Hunger? Oder gibt es einen anderen Tipp? Noch öfter kann ich ihn abends ja gar nicht anlegen, damit mehr produziert wird. Vielen Dank! Liebe Grüße, Julia


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Liebe Julia, ich danke dir für das liebe Lob, das ich gern auch an Biggi weitergebe! Euch wird vor allem Geduld helfen. So, wie du deinen Kleinen beschreibst, hat er ein starkes Saugbedürfnis, geht also nicht nur aus Hunger an die Brust - was total ok ist. Tatsächlich wird die Milch wirklich erst beim Saugen gebildet, durch das Auslösen des Milchspendereflexes. Die Intervalle werden jedoch immer länger... Vermutlich, weil der Körper weiß, dass der wahre Hunger auch immer geringer wird. Es gibt viele Babys, die dann auch "trocken nuckeln", deinem Kleinen scheint es nicht zu genügen. Dennoch würde ich dir nicht empfehlen, abzupumpen und ihm diese Milch zu füttern, denn damit greifst du ins natürliche Gleichgewicht ein. Vielmehr würde ich auch dir empfehlen, ihn intensiv zu tragen! Getragene Säugling brauchen meist auch weniger Stillzeit, weil sie die körperliche Nähe, die sie für ihre Entwicklung ja ebenso dringend brauchen wie die Milch selbst, beim Tragen tanken können :-) Schau doch mal, ob es eine Stillgruppe in eurer Nähe gibt. Dort könntest du dir nämlich vielleicht so ein Tuch mal ausleihen, dir zeigen lassen, wie es optimal gebunden wird - und triffst auf viele Frauen, die ganz ähnliche Fragen bewegen wie dich! Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina


Julia1703

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Ein kleiner Zusatz noch. Er gedeiht prima, nimmt gut zu. Wir kuscheln viel und ich trage ihn die meiste Zeit. An zu wenig Nähe kann es also auch nicht liegen. Liebe Grüße


Julia1703

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Ich möchte noch alle Mamas beruhigen, die dasselbe Problem haben wie ich. Tatsächlich hatte ich abends sehr wenig Milch und wir mussten unseren Kleinen manchmal eine halbe Stunde oder Stunde beruhigen und ablenken, bis wieder etwas da war und er damit einschlafen konnte. Allerdings hat sich ungefähr 8-10 Wochen nach der Geburt alles normalisiert. Die Brust hat sich genau auf das eingestellt, was mein Sohn brauchte. Also haltet durch! Auch alle Schmerzen waren nach spätestens zwei Monaten auf einmal verschwunden. Ich hatte ein schreckliches Ziehen im Rücken und an einer Brust. Auch das hat sich von selbst erledigt und ich bin froh, dass ich weitergestillt habe.


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