Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Frühgeburt- längerer Mutterschutz- aber weniger Eltergeldplus Monate?

Frage: Frühgeburt- längerer Mutterschutz- aber weniger Eltergeldplus Monate?

Kirschblüte1

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Hallo Frau Bader,  Unser Sohn ist bei 35+1 Ssw geboren. Durch eine Frühchenbescheinigung aus dem Krankenhaus hat sich mein Mutterschutz um zusätzlich 4 Wochen verlängert. Somit hatte ich knapp 17 Wochen bzw. fast 4 Monate Mutterschutz und auch entsprechend Mutterschaftsgeld nach der Geburt.  Diese Monate wurden nun alle als Basismonate beim Elterngeld angerechnet.  Somit kann ich nun aber 2 Monate weniger Basiselterngeld in 4 Elterngeld Plus Monate umrechnen, sehe ich das richtig? Dadurch entsteht mir doch unterm Strich eigentlich ein Nachteil?  Meine Länge der Elternzeit bleibt laut Arbeitgeber unverändert, aber gegen Ende der Elternzeit bekomme ich jetzt nun kein Geld mehr. Stimmt das so? Vielen Dank


WonderWoman

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in summe bekommst du mehr. rechne mal nach wieviel geld du nach der geburt bekommst (mutterschutzlohn + elterngeld) und wieviel du bekommen hättest wenn das kind termingerecht gekommen wäre. leg halt in den mutterschutzmonaten das (zusätzliche) geld beiseite.


KielSprotte

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Dabei übersiehst du aber geflissentlich, dass das Mutterschaftsgeld mdst 35% höher ausfällt als das Elterngeld - wenn du dich im Bereich des Höchstsatzes bewegst, sogar noch mehr.........


Neverland

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Ich denke das Problem ist dort - finanziell gesehen - der vorgeburtliche Mutterschutz. Das fehlt am Ende wirklich. Bei normalen Geburten hast du - nur mal der Einfachhalber - stimmt von den Zahlen her kein bisschen - 1,5 Monate MG vor Geburt, plus dann 2 Monate MG nach Geburt. Nehmen wir der Einfachhalber mal an monatliche 2000 €. Dann hättest du mit dem Mutterschutz 3,5 Monate a 2000 €, also 7.000 €. Dann - wieder der einfach halber - 1500 € EG für 10 Monate. 10 x 1500 ergibt 15000. Am Ende also mit Mutterschutz und EG 22000 € Jetzt kommt Kind so früh wie hier, also gibt es 6 Wochen vor Geburt, plus 12 Wochen anch Geburt MG. Grob also 4,5 Monate MG a 2000 € = 9000 €. Da das Kind so viel früher geboren wurde, wird der vorgeburtliche Mutterschutz "angehangen" ab Geburt, die 4,5 Monate werden also von den 12 Monaten EG abgezogen, es verbleiben damit noch 7,5 Monate mit EG a 1500 € = 11.250 €. Am Ende ergibt das die Summe 11.250 + 9000 = 20250 €. Also eine Differenz von ca.  einem Monat EG.  So ganz "fair" ist es am Ende also wirklich nicht, allerdings auch so vom Gesetzgeber abgesegnet. Plus und Minus können unterschiedlich ausfallen - dann wenn man den Höchstsazu an EG bekommt sind die "verluste" am geringsten. In allen anderen Fällen kann das aber richtig schmerzen. Zumal die Eltern ja auch noch oft zusätzlichen Belastung haben wegen KH, weil sich Planungen völlig verschieben usw. Gerade WENN man auch noch die Planung auf EG Plus gesetzt hatte - weil zB die Kinderbetreuung sonst problematisch wird. Wobei sich das problem in Zukunft entschärfen sollte - dank deutlich weniger Geburten. 


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