Frage im Expertenforum Milch und Beikost - Ernährung von Babys und Kleinkindern an B.Sc. Alina Frohn:

Milchmahlzeiten & Abstillen

B.Sc. Alina Frohn

B.Sc. Alina Frohn
B.Sc. Ökotrophologie, Ernährungsberaterin DGE

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Frage: Milchmahlzeiten & Abstillen

AndreaZ

Guten Tag, ich bräuchte ein bisschen Rat zum weiteren Vorgehen bei der Beikosteinführung da ich in der Kombination mit dem Stillen ein paar Herausforderungen habe.    Unser (zweiter) Sohn ist 6 Monate, wird gestillt und isst bereits sehr gut Beikost.    Typischer Tag: - Nachts (ca 7-6:30) mehrfaches Stillen, meistens nicht unbedingt wegen  - ca 8Uhr Stillen (Frühstück)  - ca 10Uhr Stillen nach den Vormittagsschlaf - ca 11:30 Mittagsbrei (150-180g Gemüse-Kartoffel-Fleisch) - ca 14:30 Stillen nach den Mittagsschlaf  - ca 15:30 Nachmittagsbrei (180-200g Obst-Getreide) - (nur noch selten) ca 17:00 Stillen nach dem Nachmittagsschlaf - ca 18:00 Abendbrei (150-200g Getreide-Milch)  Als nächsten Schritt würde ich ihn gerne Schrittweise tagsüber abstillen. Der Kleine hat tagsüber ohnehin kaum noch Interesse an Stillen und die kleinen Mengen die er trinkt scheinen ihn nicht mehr lange zu sättigen (eine Stunde später kann er schon wieder viel Brei essen). Gleichzeitig tut er sich aber noch sehr schwer damit Wasser zum Essen zu trinken (er trinkt gut aus dem Übungsbecher aber lässt 80% wieder aus dem Mund herauslaufen). Nur nachts will er leider noch sehr viel und sehr oft gestillt werden. Er war jetzt auch häufig krank und hat gezahnt aber auch wenn es meiner Meinung nach nicht primär Hunger ist sondern ein Beruhigungs- / Eibschlafthema, führt es natürlich doch zu viel Kalorien in der Nacht, entsprechend weniger Hunger vormittags. Nun meine konkreten Fragen: 1. Wie sollte ich am besten vorgehen um die Stillmahlzeiten tagsüber weiter zu reduzieren? Sollte ich einen Frühstücksbrei einführen? Oder lieber bestehende Stillmahlzeiten durch Milchmahlzeiten mit Premilch ersetzen? An sich wäre mir Brei (oder auch bald mehr Fingerfood) lieber aber ich mache mir Sorgen dass er dann zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt.  2. Wie kann ich vor diesem Hintergrund mit dem nächtlichen Stillen umgehen? Ich möchte vermeiden dass er sich - beim "Abstillen" tagsüber - die fehlende Milch erst recht nachts holt. Nachts Fläschchen einführen möchte ich wenn möglich aber auch vermeiden da ihm eigentlich die Kalorien eines guten Tages reichen sollten...oder? Muss ich parallel also auch verstärkt daran arbeiten ihn nachts anderweitig (ohne Stillen) zu beruhigen?  Ich freue mich auf Ihre Einschätzung! Herzlichen Dank!   


Alina Frohn

Alina Frohn

Hallo, mit sechs Monaten ist Ihr Sohn noch in dem Alter in dem er Milch als Mahlzeit benötigt.  Toll, dass die Beikost schon so gut klappt. Babys benötigem im zweiten Lebenshalbjahr mind. 400 ml Milch (inklusive der Milch im Abendbrei), daher sollten Sie die Milchmahlzeite noch nicht komplett absetzen. Wenn Sie nicht stillen möchten, sollte Sie hier auf eine Pre Milch zurückgreifen. Beim Thema Wasser können Sie auf das Durstempfinden Ihres Sohnes vertrauen. Das Wassertrinken wird bei Bedarf ganz von alleine kommen. Bieten Sie hier gerne verschiedene Trinkgefäße an. Ich würde Ihnen empfehlen, erstmal tagsüber zu beginnen. Sie werden dann sehen, ob sich nachts etwas ändert.  Alles Gute Alina Frohn


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