Kaffee
Hallo, ich habe zwei Fragen: 1. Bei meinem jetzt 5 Monate alten, bisher vollgestillten Sohn möchte ich bald mit Brei anfangen. Meine Tochter bekams als erstes Möhrchenbrei und vertrug den auch gut. Genauso wie alles andere. Erst nach ca. 2-3 Monaten bekam sie eine leichte Form von Neurodermitis. In der Uniklinik hatten sie mir geraten, mal eine Zeit lang KEINE Möhren und nur inländisches Obst in gekochter Form zu geben. Sowie keine säurebotenten Gemüsesorten wie zB Tomaten, Paprika etc. Es hat funktioniert, durch die Möhren (die ich bisher oft verwendet hatte), ist der Ausschlag super abgeklungen. Frage: - Jetzt frage ich mich, ob ich Möhren überhaupt geben soll? Allerdings kommt das Kind ja irgendwann in Kontakt mit Möhren, also würde eine Neurodermitis dann ja immer noch ausbrechen, oder? - Kann man auch mit Kürbis oder Pastinake anfangen? Gibt es Erkenntnisse darüber, wie allergen die sind? 2. Meine Tochter ist 27 Monate alt und trinkt morgens mit uns im Bett noch eine Flasche Milch (mit Schnuller). Wir bereiten diese aus ca 150-200ml Milch (1,5% Fett) und Wasser zu. Sie isst allerdings auch sehr gerne Joghurt und Käse. Müssen wir auf die Gabe von Milch(Produkten) acht geben oder ist das ok für ihr Alter? Und ab wann würden Sie raten, gar keine Schnullerflasche mehr zu geben. Diese am Morgen ist die Einzige, sie trinkt sonst sehr gut aus Glas/Tasse. Sie bekommt die Flasche aus "Gemütlichkeitsgründen" morgens mit uns im Bett, das Baby wird dann auch gestillt. Danke für Ihre Antworten!
Doris Plath
Lieber „Kaffee“, gerne helfe ich bei Ihren beiden Fragen weiter. zu 1.) Ich kann Ihren Gedankengang gut nachvollziehen. Allerdings ist es ja gar nicht gesagt, dass bei Ihrem Sohn wie bei der Schwester auch eine Neurodermitis auftreten wird. Als Anfangsgemüse sind unsere Pastinaken und der Kürbis bestens geeignet. Sie gehören wie die Karotten zu den besonders allergenarmen Gemüsesorten und werden erfahrungsgemäß sehr gut vertragen.. Fangen Sie doch damit und bauen so einen Gemüse-Fleisch-Brei auf. Verträgt ihr Schatz das gut, können Sie auch mal Menüs – in Absprache mit dem Kinderarzt - mit Karotte anbieten. In den Menüs ist die Karotte nur anteilig enthalten im Gegensatz zum puren Karottengläschen. Die Karotte hat sich seit Jahrzehnten in der Säuglingsnahrung bewährt und wird erfahrungsgemäß gerade auch als Anfangsgemüse sehr gut vertragen. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten mehrfach nachweisen, dass die Karotte kein erhöhtes allergenes Potenzial besitzt. Im Gegenteil, sie gehört zu den allergenärmsten Lebensmitteln und ist im gekochten Zustand gut verdaulich. Dies gilt übrigens nur für erhitzte Karotten wie sie auch in unseren Produkten zum Einsatz kommen. Durch die Erhitzung verlieren mögliche Karottenallergene weitestgehend ihre allergene Wirkung und die Verträglichkeit der Produkte wird dadurch zusätzlich gefördert. Aber es gibt in seltenen Fällen auch Kinder, die selbst auf gekochte Karotten reagieren. Das kann nur von Baby zu Baby „ausgetestet“ werden. Am besten mit Hilfe des Kinderarztes. Letztlich ist es immer entscheidend, dass eine Nahrung individuell zu einem Baby "passt". zu 2.) Es wird allgemein geraten den Nachwuchs ab dem ersten Geburtstag vom Fläschchen zu entwöhnen und mit dem altersgerechten Trinklernbecher oder noch besser einer normalen Tasse vertraut zu machen. Letztlich geschieht dies aber sehr individuell. Wichtig ist dabei dauernuckeln zu vermeiden und auf eine ausreichend Zahnhygiene zu achten. Ich würde das Ziel „Milch nur noch aus der Tasse“ nicht aus den Augen verlieren. Zum Beispiel zum Brot dazu. Empfohlen werden in diesem Alter über den Tag verteilt um die 350 ml Milch oder g Milchprodukte. Neben Trinkmilch können das ein Milchbrei, ein Müesli, der Käse auf dem Brot, ein kleiner Joghurt zwischendurch sein. Auch andere milchhaltige Mahlzeiten wie Milchreis, Pudding, Pürees mit Milch, Milchshakes, mit Käse überbackene Aufläufe etc. sind geeignet. ich denke, dass passt prima bei Ihrer Tochter. Viele liebe Grüße Doris Plath
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