Frage im Expertenforum Milch und Beikost - Ernährung von Babys und Kleinkindern an Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek:

Beikost und Stillen / 8 Monate altes Baby

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek
Dipl. Ing. (FH) Ernährungs- und Hygiene­technik Zert. Ernährungs­therapeutin QUETHEB e.V. Allerg. Ernährungs­fachkraft DAAB e.V.

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Frage: Beikost und Stillen / 8 Monate altes Baby

Jasminh.

Hallo,  ich habe mit Beikost angefangen als meine Tochter 6 Monate alt geworden ist. Leider isst sie kaum was von ihrem Brei. Mittags (vegetarisch/Fleisch oder mit Fisch) nur wenige Löffel und abends isst sie ihren Getreidebrei ein bisschen besser. Ich hole ihr mittags Gläschen und abends mache ich selber den Getreidebrei mit etwas Kuhmilch und Obst. Es ist wirklich total schwierig und jeder Löffel ist gefühlt ein Kampf. Die ersten paar Löffelchen isst sie und dann fängt sie an zu spucken. Dann breche ich ab und stille sie ein wenig später, wenn sie weint und die Brust braucht. Bisher hat sie maximal ein halbes Gläschen geschafft. Wie kriege ich sie dazu, mehr zu essen? Sollte ich auf das stillen tagsüber verzichten, damit sie richtig Hunger kriegt und versteht, dass essen soll? Sie kriegt auch zwischendurch mal etwas zu knabbern wie ein Stück Brot oder diese Maisstangen.. aber davon wird man eigentlich nicht satt. Ich würde gerne komplett abstillen, wenn sie 12 Monate wird. Sie nimmt keinen Schnuller und keine Flasche zB mit Wasser, sie trinkt aus einen kleinen Becher . Ich mache mir Sorgen, dass sie immer nur von mir abhängig ist und möchte es reduzieren, zumindest tagsüber. Nachts ist sie sehr oft an der Brust. Mein Schlaf leider ziemlich darunter.... Ich würde mich über Tipps freuen. Danke vorab und liebe Grüße Jasmin 


Dipl. Ing. Schwiontek

Dipl. Ing. Schwiontek

Hallo, meine Empfehlung wäre tatsächlich auch, regelmäßige Mahlzeiten Strukturen einzuführen. Geben Sie Ihrer Tochter nur alle drei Stunden etwas zu essen, dies schließt das Fläschchen bzw die Brust mit ein. Sie weiß, dass sie das Gläschen bzw den Brei verweigern kann da sie Anschluss Muttermilch bekommen. Versuchen sie ihr alle drei Stunden etwas zu geben, auch ein bisschen hungern zu lassen, kein Snacks zwischendurch Punkt bitte essen sie mit ihrer Tochter gemeinsam, dass sie ihr Vorbild sind. Erweitern sie nach und nach die Breie mit unterschiedlichen gemüsesorten Fleisch und Getreideprodukten. Möglicherweise schmecken ihr die Gläschen nicht. Versuchen Sie auch mittags frisch selbst kochen. Bleiben Sie dran, manchmal dauert es ein bisschen. Versuchen Sie ebenfalls nachts das Stillen langsam einzustellen, stillen sie nachts alle zwei Stunden, holt sich Ihre Tochter die nötigen Kalorien nachts und hat tagsüber somit keinen Hunger. Bauen Sie bitte keinen Druck auf oder zwingen ihr den Löffel in den Mund. Lieber die Abstände regelmäßig einhalten, damit sich ein Hunger und Sättigungsgefühl bei Ihrer Tochter einstellen kann und sie lernt wie Essen funktioniert. Viele Grüße, Alina Schwiontek 


Jasminh.

Hallo Frau Schwiontek, vielen Dank für Ihre Empfehlung. Das heißt, wenn sie nicht isst, kriegt sie 3 Stunden später erst wieder Essen bzw. die Brust? Das werde ich dann so versuchen. Nachts ist es wirklich schwer, ihr nicht die Brust zu geben. Was soll ich machen, wenn sie ganz laut schreit und heult? Oder welche Abstände sind noch ok im Hinblick auf das abstillen?  Besten Dank nochmal 💐 Liebe Grüße Jasmin H.


Dipl. Ing. Schwiontek

Dipl. Ing. Schwiontek

Genau, drei Stunden. Nachts versuchen Dir erstmal nur z.B. 3 Materien, dann 2 und dann nur noch 1. Evtl muss Papa Mal Nachtschicht einplanen und Sie nächtigen bei einer Freundin und lassen es sich gut gehen 🤪. Oder ihr Wasser in einer Flasche anbieten. Grüße, Alina Schwiontek 


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