MelindasMama
Hallo, Meine Tochter ist gerade 15 Monate alt geworden. Ich bin gerade dabei sie nachts abzustillen, d.h. von stĂŒndlich auf einmal reduziert. Es funktioniert auch erstaunliech gut, es gibt nur ein Problem. Also sie bekommt gegen 18 Uhr einen Milchbrei, den sie zur HĂ€lfte isst gegen 19.30 mache ich ihr dann noch ein MilchflĂ€schchen (Hipp Gute Nacht, habe aber auch schon andere ausprobiert) Da setzt sie einmal an und trinkt ein paar SchlĂŒcke und dann will sie nicht mehr. Um 8 Uhr geht sie ins Bett. Nachts wacht sie hĂ€ufig auf, lĂ€sst sich aber relativ gut wieder zum schlafen bringen. Nur gegen 1 Uhr und gegen 6 Uhr bekommt sie Hunger. Sie will dann absolut kein FlĂ€schchen und selbst wenn, trinkt sie nur ganz kurz. Ich vermute, dass es ihr einfach nicht mehr schmeckt. Bisher habe ich sie um 1 Uhr gestillt und um 6 dann notgedrungen einen Bei, ein Brot oder eine Banane gegeben. Danach ist sie natĂŒrlich fit. Das bringt unseren ganzen Tagesablauf durcheinander. denn normalerweise schlĂ€ft sie bis 8 Uhr, was auch gut so ist. Aber was soll ich ihr denn nun nachts anbieten, wenn ich ja nachts gar nicht mehr stillen möchte? Was kann ich ihr abends geben, dass lĂ€nger satt macht? Zudem glaube ich auch, dass ein Baby in diesem Alter auch nicht zwangslĂ€ufig ein FlĂ€schchen braucht. Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, aber wie lange schafft es in der Regel ein sattes Baby in dem Alter nachts ohne Nahrung? Bzw. welchen Zeitraum kann ich ihr zumuten? Liebe GrĂŒĂe von einer etwas ratlosen Mama
Doris Plath
Liebe âMelindasMamaâ, toll, dass das Abstillen nachts schon solche Fortschritte gemacht hat. Jetzt schaffen Sie beide auch noch âden Restâ. Wie lange ein sattes Kind nachts durchhalten soll, kann ich so pauschal nicht sagen. Eines weiĂ ich aber. Kinder in diesem Alter sind sehr wohl in der Lage Ihren Hunger- und SĂ€ttigungsrhythmus auf den Tag zu verlegen. Haben Sie also kein schlechtes Gewissen, wenn Sie nachts gar nichts mehr anbieten. Das ist zudem besser fĂŒr die ersten ZĂ€hne, da diese nach dem nĂ€chtlichen Milch trinken erfahrungsgemÀà nicht geputzt werden. Die Milch kann die ZĂ€hnchen umspĂŒlen und einwirken und so eine Karies fördern. Und Ihr MĂ€dchen wird auch nicht verhungern â helfen Sie ihr vielmehr von allein wieder in den Schlaf zurĂŒckzufinden. Dann haben Sie beide was davon, wenn Sie durchschlafen können. Isst sich Ihr Schatz tagsĂŒber bei den einzelnen Mahlzeiten ausreichend satt und trinkt auch dazu, wissen Sie, dass es nachts weder Hunger noch Durst sind, warum sie sich meldet. Sondern mehr eine liebe Gewohnheit. Möchten Sie eine VerĂ€nderung, dann sollten Sie konsequent handeln und Ihre Kleine wird mit Ihrer Hilfe lernen, ohne Milch etc. in der Nacht auszukommen. Machen Sie, wenn sich Ihre Tochter nachts meldet, möglichst wenig Licht und versuchen Sie sie durch streicheln oder sanftes Zureden wieder zum Schlafen zu bringen. Dann mĂŒssen Sie durchhalten. Das bedeutet bestimmt einige âunruhige NĂ€chteâ fĂŒr Sie, bis Ihr MĂ€del sich daran gewöhnt hat ohne Milch wieder einzuschlafen. Das kann schon mal ein-zwei Wochen oder lĂ€nger dauern. Gehen Sie konsequent einen Schritt nach dem anderen, bestimmt finden Sie einen gemeinsamen Weg, mit dem alle zufrieden sind. Damit ein Kind nachts nicht aus Hunger aufwacht ist es also wichtig, dass es sich den ganzen Tag ĂŒber ausreichend satt isst. Da reicht nicht nur eine sĂ€ttigende Abendmahlzeit. Abends kann Ihre Tochter nun Brot mit Belag, eine paar GemĂŒsehĂ€ppchen und eine Tasse Milch bekommen. Das ist eine wertvolle, gut sĂ€ttigende Mahlzeit. Ein FlĂ€schchen braucht Ihre Kleine in der Tat nicht mehr. Sie kann Milch und GetrĂ€nke aus einem Becher trinken. Mit etwas Ăbung macht ihr das bestimmt bald SpaĂ. Bleiben Sie ruhig auch mal konsequent und zeigen Ihrer Kleinen wie etwas geht. Sie kann mit Ihrer Hilfe alles lernen. Viele liebe GrĂŒĂe sende ich! Doris Plath
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