Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Einige Fragen zur Beikost

Frage: Einige Fragen zur Beikost

Mädel87

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Hallo Frau Welter, ich habe einige Fragen zur Ernährung unseres Sohnes. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Unser Sohn ist 10 Monate alt, hat sehr spät (erst mit 9 Monaten) Brei akzeptiert und isst erst seit 2 Wochen alle 3 Breie komplett. 1. Seit er die Breie ganz isst, gebe ich ihm danach keine Milch mehr. Leider klappt es aber mit dem Wassertrinken noch nicht so - er lässt das meiste wieder aus dem Mund laufen. Wie kann ich sicher gehen, dass er genug Flüssigkeit bekommt? Sollte ich das Wasser besser in einem Fläschchen mit Sauger geben? 2. Ab welchem Alter brauche ich sein Trinkwasser nicht mehr abzukochen? 3. Wie lange darf der Abstand zwischen Frühstück und Mittagessen maximal sein, wenn er keine Zwischenmahlzeit bekommt? 4. Sobald auch nur winzige Stückchen im Brei sind, würgt es unseren Sohn. Ebenso wenn wir ihm Banane oder Kartoffel usw. anbieten. Ist das ein normales Anzeichen dafür, dass er noch nicht so weit ist, feste Kost zu essen oder sollten wir deshalb zum Arzt? 5. Ist es möglich, für den Milchbrei eine Milch mit 1,5% Fett zu verwenden oder ist das Eiweiß darin zu schwer verdaulich? Wir müssen leider immer sehr viel von der Vollmilch wegwerfen, da keiner in der Familie diese sonst benutzt. 6. Es wird ja dazu geraten, dass die Kleinen möglichst am Familientisch mit essen. Mir ist das gemeinsame Essen auch sehr wichtig. Leider ist es seit einigen Wochen so, dass unser Sohn zu lange schläft, um mit der restlichen Familie zu essen. Sollte ich ihn deshalb wecken oder ihn besser schlafen und separat frühstücken lassen? Ist es möglich, wenn er feste Kost ist, die Brotmahlzeit mittags zu geben und die warme Mahlzeit abends? In der Regel isst die restliche Familie nämlich abends warm. Vielen Dank schon einmal für Ihre Hilfe und viele Grüße!


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo Mädel87 stillst du dein Baby? Dann braucht dein Baby keine weitere Flüssigkeit außer Mumi. Wenn dein Baby Säuglingsmilch bekommt, kannst du Wasser (abkochen ist nicht nötig*) aus einem Trinkgefäß geben, aus dem dein Baby gut trinken kann - am besten aus dem bekannten Fläschchen mit Sauger. Wenn dein Baby nichts trinkt, hat er wohl keinen Bedarf. Das Wasser sollte lauwarm temperiert sein. Ca 400-500 ml Säuglingsmilch sind jetzt - trotz der 3 Breie - noch angemessen. Das ist Flüssigkeit plus die Flüssigkeit in den Breien. Biete das Wasser an aber zwinge es deinem Baby nicht auf. Solange die Windeln ausreichend nass sind, reicht die Flüssigkeit. Das Verlangen (Flüssigkeit saugen) wird umso höher je mehr feste und salzhaltige Kost dein Baby essen wird. Manche Babys sind einfach echte Spätzünder in Sachen Beikost. Aber jetzt isst dein Baby schon 3 Breie. Auch wenn das mit den stückigen Breien noch nicht gut geht... noch kannst du entspannt abwarten. In die Breie solltest du Kuhmilch mit 3,5% Fett geben. ESL-Milch kannst du 5 Tage geöffnet im Kühlschrank aufbewahren. Zur Breibereitung musst du die Milch ohnehin einmal abkochen. Nach 5 Tagen à 200 ml Milch in Brei ist die Milch schließlich leer. Und jetzt noch einmal deine Fragen chronologisch: 1. s.o. 2.*das Wasser muss nicht abgekocht werden heißt es in den neueren Richtlinien zur Beikost. Ab dem 10. Lm ist es auf jeden Fall durchaus auch unabgekocht gut akzeptabel 3. stillen kannst du immer - nach Bedarf. Bei Säuglingsmilchnahrung kommt es individuell darauf an, wie lange es dein Baby aushält, bis es quengelig, hungrig wird. Man geht von einem Abstand von ca 2- 4 h aus, was auch von der Trinkmenge pro Mahlzeit und der Milchsorte abhängt. Beobachte dein Baby und handle wie notwendig. 4. s.o. 5. s.o. 6. Essen sollte möglichst häufig gemeinsam erlebt werden. Wenn dein Baby morgens noch schläft, dann kannst du dein Baby bei den anderen Mahlzeiten einplanen. Ab dem 10. Lm beginnt eine neue Ära. Babys werden zu Kleinkindern und passen sich immer besser an die Essgewohnheiten der Familie an. Sie imitieren, sie wollen probieren. Und dieser Entwicklungsschritt, hin zu mehr Unabhängigkeit und Selbständigkeit sollte unterstützt werden. Wenn es beim Frühstück noch nicht klappt, können die anderen Mahlzeiten ebenso wunderbar erlebnisreich gestaltet werden. Familienkost ist ein sinnliches und sozial prägendes Erlebnis für euer Kind. Sie ergänzt die übliche Beikost. Es geht um Genuß und Gewöhnung, ums Entdecken, um Geschmack, dein Baby kann kauen üben und vieles mehr. Zeigt dein Kleiner schon Interesse daran? Der Zeitpunkt ab dem 10. Lm ist ein Meilenstein in der Entwicklung. Bis zum 10.Lm wachsen Babys sehr viel und auch die Gewichtszunahme ist groß. Nach einem Wachstumsschub stagniert dieser enorme Zuwachs an Größe und Gewicht und wann dies im Einzelfall genau ist, kann individuell verschieden sein. Dein Kind wird es dir zeigen und selbst Brot und Co einfordern. Er wird ab diesem Zeitpunkt auch krümeligere und festere Kost akzeptieren. Hab also evtl noch ein bisschen Geduld. Was meinst du? Hier kannst du ein bisschen dazu lesen: https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=45823&suche1=familienkost&seite=1 Also dann Grüße Birgit Neumann *mehr dazu hier: https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=42891&suche1=abkochen+wasserhahn&seite=1


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