Tini1707
Sehr geehrte Frau Neumann, meine Tochter wird in zwei Wochen neun Monate alt ich habe mit 6 Monaten mit der Beikost begonnen anfangs hat sie etwas Brei gegessen seit einer Woche verweigert sie jedoch sämtlichen mittags und fast auch ganz den Nachmittagsbrei lediglich der Abendbrei wird gegessen. Ich den Eindruck sie steht er auf auf Stückiges. Jetzt habe ich ja mal ein Stück Banane gegeben daran hat sie sich prompt verschluckt ich bin auch etwas ängstlich was Stückchen angeht . Meine Frage was kann ich einem Kind in diesem Alter zum Mittagessen anbieten und zum Nachmittag? Gerade kaut sie zum ersten Mal auf einem hirsekringel rum das findet sie spaßig aber das macht ja auch nicht satt. Momentan stille ich sie immer nach dem Essen wenn Sie das Essen verweigert hat ich kann sie ja nicht verhungern lassen oder wie soll ich das machen? Wenn ich ihr Obstmus gebe insbesondere von sauren Sorten wie Apfel würgt es sie noch ziemlich stark ist das normal? Milchflaschen bekommt sie keine sie wurde voll gestillt. Danke für die Hilfe.
Hallo Tini1707 es ist doch wunderbar, dass du dein Baby stillst und die Beikost als zusätzliche Nahrungsquelle in den Stillalltag einfügen kannst. Beikost bei nach Bedarf gestillten Babys ist Beikost im ganz wörtlichen Sinn. Beikost gibt es zur Muttermilch und nicht anstatt dieser. So kannst du die Beikost ganz individuell und im Tempo deiner Tochter weiterführen. Wenn deine Tochter momentan keinen Brei gefüttert bekommen möchte, dann möchte sie dir sagen, dass sie bereit ist für die Familienkost. Oder sie ist satt. Auch diese Möglichkeit besteht. Denn beim Stillen hast du keine Kontrolle zur Kalorienaufnahme. Hunger und Appetit können größere Schwankungen haben. Dennoch jetzt ab dem 10. Lm ist es möglich: Setzt euch zusammen an den Esstisch und esst eure Mahlzeiten ab sofort nur noch gemeinsam. Lass deine Tochter teilnehmen an euren Mahlzeiten. Bietet ihr Nahrungsbasics (Brot, Kartoffeln, Obst) und echte Familienkost wie bspw einen Probierhappen vom Auflauf, der auf euren Tellern liegt. Ab dem 10. Lm beginnt eine neue Ära. Babys werden zu Kleinkindern und passen sich immer besser an die Essgewohnheiten der Familie an. Sie imitieren, sie wollen probieren. Und dieser Entwicklungsschritt, hin zu mehr Unabhängigkeit und Selbständigkeit sollte unterstützt werden. Familienkost ist ein sinnliches und sozial prägendes Erlebnis für euer Kind. Familienkost ergänzt die übliche Beikost. Es geht um Genuß und Gewöhnung, ums Entdecken, um Geschmack, dein Baby kann kauen üben und vieles mehr. Finde die richtigen Speisen, die deine Tochter selbständig greifen, zum Mund befördern, kauen und schlucken kann. Beginnt morgens mit einem Frühstück. Schneide ein paar Butterbrotstückchen in kleine Brotwürfelstücke, die dein Baby vom Teller picken und essen kann. Auch wenn das nicht sofort gut gelingt, kann sie damit üben und sich langfristig gesehen mit einer morgendlichen Brotmahlzeit (plus Mumi) anfreunden. Denn die Brotmahlzeit, das Kauen i. A. ist (Muskel)Training par excellence und wichtig für die Gesamtentwicklung. Familienkost gelingt, wenn sich die Kleinsten über einen längeren Zeitraum an immer wieder neue Aromen, neue Konsistenzen gewöhnen können und diese selbständig in ihrem eigenen Tempo kennen lernen können. Dafür am besten kleine Mengen von neuen Speisen neben bereits bekannten und bewährten Speisen (Breie, Basics) anbieten. Wichtig sind jetzt im Wesentlichen regelmäßige, möglichst gemeinsame erlebte Mahlzeiten, mit einem "gesunden" und ausgewogenen Speisenangebot. Vermittle deinem Kind eure Esskultur mit allem Drum und Dran. Der Fokus liegt ab jetzt besonders in der Vielfalt der Speisen - bei Geschmack und neuen Eindrücken, Gemeinsamkeit bei Tisch, Esskultur., das Erleben neuer und auch einmal außergewöhnlichen Geschmackserlebnisse. Du kannst weiterhin die üblichen Breie geben und zusätzlich viele neue und tastbare Zutaten, die dein Kind selbständig - mit Händen, Mund und Zunge, erkunden kann. Du kannst die erweiterte Kost so zusammenstellen, wie du es vom Brei gewohnt bist. Alle Zutaten in kleinen Stückchen, zum Greifen. Die sog. Familienkost am besten immer so anbieten, dass diese häppchenweise erkundet oder gefüttert werden kann. Achte jetzt vor allem auf Vielfalt und das Erlebnis der gemeinsamen Mahlzeiten. Der Forscherdrang ist in dieser Altersphase sehr ausgeprägt. Der Esstisch bietet eine große Spielwiese an Möglichkeiten, die alle Sinne anspricht: Farben für die Augen, Gerüche für die Nase, Aromen und Geschmack für den Gaumen, verschiedene Konsistenzen für den Tastsinn - vor allem dem Tastsinn im Mund. Sieh dir auch diesen Beitrag an: https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=45749&suche1=kauleisten&seite=1 hier erfährst du noch viel mehr rund um die geeignete Familienkost. Viel Spaß Birgit Neumann
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