Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, erst einmal wünsche ich Ihnen noch ein frohes Neues Jahr! Nachdem Sie uns im "alten" Jahr mehrfach so toll geholfen haben, wende ich mich nun wieder an Sie. Leah ist nun 14 Monate alt. Sie schläft, seitdem sie ca. 7 Monate alt ist, in unserem Bett. Vorher schlief sie eigentlich ohne Probleme in ihrem eigenen Bettchen, aber irgendwann stellte sich Panik ein, wenn sie die Gitter nur von weitem sah (selbst der Laufstall hatte bei ihr keine Chance). Okay, dachten wir uns, dann gibt´s nun halt das Familienbett. Wir haben das auch total genossen. Leah ist ein total aktives Kind, kann keine Minute still sitzen. Sie hatte auch lange Zeit Einschlafprobleme und turnte zeitweise um 23.00 Uhr immer noch hier herum, weil wir es einfach nicht in den Griff kriegten. Dann fing ich an, ihr einen Schlafrythmus "aufzuzwingen" und siehe da, nach Wochen klappte auch dies. Sie macht einen Mittagsschlaf und abends geht sie um ca. 20.30 Uhr ins Bett. Ich muß mich aber immer neben sie legen, ansonsten macht sie kein Auge zu und weint nur. Okay, auch das mache ich. Teilweise kann das dauern, bis sie schläft...! Ist sie dann endlich eingeschlafen, stehle ich mich aus dem Zimmer (jaja, was total falsch ist) und weiß genau: Ich habe maximal eine Stunde, bis sie wieder brüllt. Irgendwie stehe ich dann die ganze Zeit total unter Spannung und warte nur auf ihr Schreien. Das alles wäre ja nicht so wild, wenn mein Mann sie auch mal ins Bett bringen könnte. Aber wenn ich nicht dabei bin, schreit sie wie am Spieß. Sie beruhigt sich dann gar nicht mehr, bis ich in der Tür stehe - sofort ist sie still. Tagsüber kann ich nicht mal auf die Toilette gehen und die Badezimmertür zumachen, schon schreit sie und hämmert an der Tür. Wenn ich abends mal alleine ausgehe, kann ich davon ausgehen, daß mein Mann mich auf dem Handy anruft, weil sie ihm die Hölle heiß macht. Sie ist so total auf mich fixiert, ich kann nicht mal mehr in aller Ruhe die Zeitung lesen, dann steht sie an meinem Stuhl und quengelt und will auf den Arm. Was soll ich nur machen? Was meinen Sie, ist das nur eine Phase? Soll ich mich mal zu Hause ausklinken und die beiden machen lassen? Ich stehe ständig unter Strom, komme gar nicht mehr richtig zur Ruhe. Und dann noch etwas: Leah hat enorme Probleme mit dem Durchschlafen. Ich erwarte ja gar nicht, daß sie das tut. Aber meist ist sie so unruhig, wacht manchmal stündlich auf und weint. Wenn man mal eine Nacht mit ihr verbringt, könnte man wirklich meinen, sie muß hier schlimmes ausstehen, so oft weint sie nachts. Sie schläft zwar auch schnell wieder ein, aber etwas beunruhigen tut mich das schon. Tagsüber ist sie fast immer supergut gelaunt, lacht viel, ist fröhlich. Wir sind in einer Krabbelgruppe und sie geht auf die Mütter und Kinder zu. Selbst der Kinderarzt lobt jedes Mal ihre offene Art. Ich achte auch darauf, daß sie Kontakte zu anderen Menschen hat. Sorge ich mich umsonst? Dann noch eine letzte Frage: Ich höre immer, daß, wenn andere Kinder morgens aufwachen, noch eine Weile brabbeln und sich selbst beschäftigen. Leah macht die Augen auf und: BÄÄÄÄÄHHHHH. Sofort, ohne jegliche Vorwarnung. Immer. Ich kann sie auch nicht ablenken. Wenn ich sie dann absetze, um ihr die Flasche zu machen, läuft sie hinter mir her und weint bitterlich. Nachdem sie die Flasche getrunken hat, ist alles okay und sie ist wieder ganz die Alte! Vielleicht ist sie ja vorher einfach noch nicht richtig wach? Entschuldigen Sie bitte den doch sehr langen Text, aber ich kann´s halt nicht mit zwei Sätzen beschreiben! Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort! Liebe Grüße Shorty
Christiane Schuster
Hallo Shorty Auch Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich für das begonnene Jahr von Allem nur das Beste.- Ihrer Beschreibung nach können Sie es Ihrer Tochter nun nicht mehr länger ersparen, dass sie erkennen muß, dass nicht nur sie Wünsche und Bedürfnisse hat, die erfüllt werden möchten.- Sie wird abends solange nach Ihnen weinen, bis Sie nachgeben und doch wieder neben ihr stehen.- Geben Sie ihr tagsüber soviel Nähe, wie sie sich wünscht, damit sie immer weiß, dass sie nicht hilflos zurückgelassen wird. Lassen Sie die Badezimmer-Tür einen Spalt breit geöffnet, wenn es für Sie anfangs auch etwas gewöhnungsbedürftig sein wird.- Lesen Sie die Zeitung, geben Sie Leah ebenfalls ein Bilderbuch zum "Lesen". Sagen Sie ihr, dass Sie später wieder mit ihr spielen werden und versuchen Sie, ihr etwaiges, forderndes Weinen zu überhören. Wird Leah morgens wach und beginnt sofort zu weinen, sagen Sie ihr, dass Sie noch nicht ausgeschlafen sind, bieten Sie ihr ein Stoffbilderbuch an und drehen sich auf die andere Seite um sie nicht weiter zu beachten. Stellen Sie Ihre Ohren auf Durchzug. Bringen Sie abends Ihre Tochter vorübergehend möglichst gemeinsam ins Bett und stellen Sie ihr eine beruhigende Musik-/Märchen-Kassette an. Sagen Sie ihr dann, dass jetzt Schlafenszeit ist und dass Sie erst wieder ins Zimmer kommen um ihr noch einen Kuß zu geben, wenn Sie selbst schlafen gehen. So wird sie sich daran gewöhnen, dass auch Ihr Mann sie ins Bett bringen kann ohne dass sich am Ritual Etwas ändert. Nach 3-4 noch etwas unruhigen Nächten/Tagen wird Leah erkannt haben, dass sie nicht allein gelassen wird, aber begründete Regeln und Grenzen einzuhalten hat -vorausgesetzt: Sie verhalten sich liebevoll aber auch konsequent-. Probieren Sie es und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Wegen der Ein- und Durchschlafprobleme habe ich schon alles versucht: Angefangen bei der Spieluhr, über ein getragenes T-Shirt, ein Stofftier (was nur mit einem verächtlichen "Bah" aus dem Bett geschmissen wurde), bis hin zu einem Schnuffeltuch. Leah möchte nur Mama. Rituale haben wir auch. Daran liegt es also nicht!!! DANKE!
Mitglied inaktiv
Also, uns geht es mit unserem Sohn, ebenfalls 14 Monate alt, fast genauso. Ja, mit deiner Beschreibung könnte eigentlich er gemeint sein. Gute Ratschläge habe ich leider keine, wir haben auch schon alles mögliche probiert, nichts hat wirklich geklappt, und ich schaffe es einfach nicht, ihn schreien zu lassen. Ich wollte nur sagen, daß Du mit Deinen Problemen nicht allein bist. Andererseits ist unser Kleiner, wenn mal ab und zu jemand anderer auf ihn aufpaßt, recht brav, wenn er einmal erkannt hat, daß Mama nicht da ist. Wie geht es Dir da mit Deiner Tochter? Gruß Claudia
Mitglied inaktiv
Hallo, ich wuerde mich einfach mal fuer ein paar Stunden "absetzen" - allerdings ohne Handy! Ueberhaupt die Kinder ruhig haeufiger mal mit dem Papa alleine lassen, davon lernen beide etwas. Ich bin persoenlich naemlich immer ziemlich entnervt, wenn meine Kinder die "Mama"phase haben - aber auch beunruhigt: was, wenn ich mal nicht da sein KANN? Zumindestens der Papa sollte es schaffen, die Kinder komplett und ganztags zu versorgen, so dass man auch im Falle eines ungeplanten KH-Aufenthaltes (ich bin z.B. wieder schwanger, aber es gibt ja auch andere gruende) sich nicht auch noch um das Kind sorgen muss. Meiner Meinung nach darf man sich als Mutter nicht so "unersetzlich" vorkommen - auch wenn die Kinder manchmal so tun. Wie man an Claudias Beitrag sehen kann - und das ist auch meine Erfahrung - geht es den Kindern meistens ganz gut, wenn man dann weg ist. Gruss DUSA
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