Grüezi Frau Schuster Nachdem ich schon etliche male bei Ihnen auf der Homepage gute Ratschläge gelesen habe, komme ich nun mit „unserem“ Problem auf Sie zu. Unsere Tochter Laura (in 2 Wochen wird sie 2 Jahre alt) war von Anfang an ein sogenanntes pflegeleichtes Kind. Sie hat immer gut gegessen, gut geschlafen, war bzw. ist aufgeweckt und ein richtiger Sonnenschein. Sie spricht schon sehr gut, mit mir schweizerdeutsch (wir leben in der deutschen Schweiz) und mit meinem Mann (er ist Italiener aber in der Schweiz aufgewachsen) italienisch. Nun zum Problem: Wenn wir mit anderen Kindern (sind grösstenteils gleichaltrige Kinder 06/99) zusammentreffen (z.B. Mami+Kind–Treff (1 x pro Woche) oder wenn ich ein „Hütekind“ bei uns habe (1–3 mal die Woche), erkenne ich unsere Tochter seit ca. 1 Monat nicht wieder. Sie reisst den Kindern alles aus der Hand, sie schubst, sie drückt die Kinder von hinten auf den Boden, nur um einige Beispiele zu nennen. Da sie von der Grösse bzw. vom Gewicht her eher grösser/gleichgross bzw. schwerer als die anderen gleichaltrigen Kinder ist, bekommt sie auch meistens das, was sie haben will bzw. höchst selten eine Gegenwehr. Ich habe schon festgestellt, dass sie gerne mit den anderen Kindern sprechen möchte. Da die meisten aber noch nicht oder fast nicht reden können, kriegt sie natürlich keine Antwort, was sie gar nicht begreifen kann. Nun meine Frage: Ich mag nicht zusehen, wie die anderen Kinder von meiner Tochter „traktiert“ werden. Bis jetzt ging ich immer zu ihr hin und habe ihr erklärt, dass sie das nicht machen darf, bzw. dass sie das Spielzeug wieder zurückgeben muss und erst dann nehmen darf, wenn das andere Kind nicht mehr damit spielt. Wenn wir ein Hütekind bei uns hatten und sie nach mehrmaligem Ermahnen und Vorwarnen (Du musst sonst in Deinem Zimmer alleine spielen!) das Kind wieder geschubst hat, hatte ich sie schon in ihr Zimmer gebracht, welches durch das Absperrgitter zu war, sie uns jedoch hören konnte. Sie schrie dann wie am Spiess, beruhigte sich dann aber immer sehr schnell wieder und rief mich dann, dass sie wieder nach unten kommen wolle zum Spielen. So gings dann wieder ca. 5 Min. gut und dann fings wieder von vorne an. So muss ich dauernd den Schiedsrichter spielen und es gibt kein entspanntes Spielen für die Kinder. Ansonsten ist sie ein fröhliches, neugieriges, liebes, eigentlich recht verständnisvolles Kind (man kann ihr sehr viel erklären). Was raten Sie „uns“? Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und warte schon ganz gespannt darauf. Danke im voraus und liebe Grüsse aus der Schweiz. Alexandra