Mitglied inaktiv
Wir haben drei Kinder, die große Tochter ist 10 Jahre alt, ein "pflegeleichtes", ruhiges, verständiges Kind, schon immer gewesen. Unser Sohn wird im April 5, er ist "normal" sprich er schreit schon mal rum, er hatte auch seine Trotzanfälle (meine große Tochter hatte so 4 oder 5 Stück, dann war es ok), diese Phase ging also ganz normal rum. Unsere kleine Tochter (im Januar wurde sie 3) dagegen raubt mir den letzten Nerv. Seit sie etwa ein Jahr alt ist bekomme ich konsequent kontra. Dieses Kind ist in seinen Eigenschaften extrem - sie ist sehr viel anhänglicher und schmusiger als ihre Geschwister und wenn sie ausflippt dann richtig. Und sie flippt so häufig aus, es vergeht kein Tag ohne Schrei- und Trotzanfälle. Ich denke, ich bei ein recht ruhiger Mensch, aber langsam zermürbt mich ihr Verhalten. Ich habe im Supermarkt neben ihr gewartet wenn sie auf dem Boden lag und brüllte und plärrte wenn es im Winter keine Erdbeeren gab oder sie keinen Fertig-Tortenboden einkaufen durfte (das war letztes Jahr, diese Tour hat sie inzwischen zum Glück aufgegeben). Ich bin konsequent, aber sie arbeitet trotzdem gegen mich. Gerade gestern erst sind wir vom Spielplatz vorzeitig nach Hause gegangen, weil sie nicht vom Fluß weggblieb (er führt Hochwasser, ist sehr reißend, ich habe es ihr erklärt und trotzdem ist sie immer wieder hingerannt, nach der zweiten Warnung, habe ich sie schreiend und plärrend nach Hause geschleppt). Wenn ich ihr sage, sie soll ihre Schuhe weggräumen, dann tut sie so, als hätte ich garnichts gesagt. Ich drohe ihr, ihre Schuhe wegzuschmeissen (ein Paar ist schon im Mülleimer gelandet, ich mache keine leeren Drohungen) und nur dann räumt sie sie unter Heulen und Schreien weg. Egal zu was ich sie auffordere, ich muss ihr erst mit Konsequenzen drohen, sonst macht sie nichts. Das ist auf Dauer extrem zermürbend und ich habe kaum mehr die Energie mit ihr raus zu gehen, weil sie jede Möglichkeit nutzt mich zu provozieren. Sie darf ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit balancieren üben, sich Schnecken anschauen, Blätter sammeln - aber eben nicht alleine über eine Hauptstarße laufen - immernoch nicht, seit sie nicht mehr im Kinderwagen sitzt rede ich mir in diesem Punkt den Mund fusselig. Ich nehme sie dann auch mit Gewalt an die Hand, sage ihr, dass ich sie auf jeden Fall an die Hand nehme, und wenn sie sich wehrt, dass es dann weh tut - immer und immer wieder will sie alleine losrennen. Ich versuche ihr Freiheiten zu geben und Machtkämpfe zu vermeiden - zum Beispiel habe ich ihren Kleiderschrank so umgeräumt, dass sie sich alleine Anziehsachen aussuchen und auch anziehen kann (um Konflikten aus dem Weg zu gehen liegen jetzt im Winter die Sommersachen ganz oben, da kommt sie nicht ran). Und trotzdem sucht sie den Konflikt, immer wieder die gleichen Dinge, Dinge die mir wichtig sind, die wirklich wichtig sind und wo ich nicht mit mir reden lasse und da setzt sie an, seit 2 Jahren inzwischen - das muss doch mal irgendwann um sein ! Ich bin so am Ende - sage ich "Räum deine Jacke auf die Wickelkommode" dann weiß ich, dass in 8 vom 10 Fällen ein Machtkampf folgen wird. Ich habe das Gefühl, dass sie in Supermärkten zielsicher Dinge in den Kindereinkaufswagen räumt, von denen sie 100%ig weiß, dass wir sie NICHT kaufen werden . Ständig diese Provokationen, ständig dieses Kontra, einmal am Tag landet sie mindestens schreiend und zeternd in ihrem Kinderzimmer, bis sie sich beruhigt hat. Sie zieht diese Tour nicht nur mit mir ab, bei ihrem Vater oder ihren Großeltern macht sie es genauso. Ich denke, ein Kindergartenplatz würde uns beiden sehr gut tun - sie kann sich mit anderen Erwachsenen auseinandersetzen (den Erzieherinnen), aber leider wird das vor August nichts. Das Fazit dieses langen, wirren Postings ist eigendlich: wie gehe ich mit derart penetranten Motzkindern um ? Was mache ich mit einem Kind, das ständig auf Konfrontationskurs ist ? Wie gehe ich mit einem Kind um, das charakterlich so grundsätzlich anders ist als ich, als eigentlich der Rest der Familie ?
Christiane Schuster
Hallo Minerva So schwer es Ihnen auch fallen wird: Ihrem "Temperament-Bolzen" können Sie nur mit viel Gelassenheit, Ruhe und Konsequenz begegnen. Sie weiß mit ihren 3 Jahren schon sehr genau, wann Ihre Nerven bis zum Zerreißen gespannt sind und wird diesen Augenblick nutzen um ihre eigenen Grenzen zu erproben. Wirklich ärgern möchte sie Sie mit diesem Verhalten nicht, aber sie versucht ständig neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Kindergarten-Besuch wird ihr und auch Ihnen sicherlich sehr gut tun. Dort wird sie noch viel intensiver lernen, dass nicht nur sie Wünsche und Bedürfnisse hat, die erfüllt werden möchten.- Überlegen Sie einmal, die Zeit bis August mit einem Schwimm-Kurs oder der Teilnahme einer anderen Interessen-Gruppe zu überbrücken. Auch dort wird sie erste Erfahrungen mit Gleichaltrigen sammeln können und kann sich gleichzeitig austoben, sodass Sie vielleicht Alle zu ein wenig mehr Ruhe finden können. Halten Sie durch und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Sie war übrigens schon immer so fordernd - sie hat schon am Abend ihrer Geburt partout nicht allein in ihrem Bettchen geschlafen, sondern nur bei mir. Sie hat sehr viel Aufmerksamkeit und Körpernähe eingefordert und auch bekommen - die ersten drei Monate habe ich sie ständig im Tragetuch herumgetragen. Ich sehe ja ein, dass sie Aufmerksamkeit braucht, sie wurde 21 Monate nach ihrem Bruder geboren und wäre sie so wie ihre große Schwester gewesen, dann hätte sie nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie so nachdrücklich eingefordert hat. *seufz*
Mitglied inaktiv
Natürlich gehen wir in Spielgruppen und gerade wenn es jetzt wieder wärmer wird viel auf Spielplätze (auch wenn der weg dahin schon oft der reinste Horror ist). 2 Jahre lang diesem Dickkopf Contra bieten ist wirklich zermürbend und gestern war ein ganz besonders schlimmer Tag - heute geht es wieder .... Meine Freundinnen sind der Meinung, dass sie womöglich einen Entwicklungsschub hinlegt, weil sie doch sehr unausgeglichen und nörgelig ist - ich warte mal gespannt ab :-) Eine meiner Freundinne hat auch so einen Eisenkopf, daran sehe ich wenigstens, dass mein Kind nicht völlig aus dem Rahmen fällt .... vielen Dank nochmal Minerva - ich zähle die Tage bis August, wenn sie in den Kindergarten kommt !!!!
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