Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, Ich habe ein(oder mehrere) Problem(e) mit meinem Sohn (20Monate). Das größte Problem sind seine "Wutanfälle", wobei das Wort sehr geschmeichelt ist. Wutanfall heißt hier: Er schmeißt sich auf den Boden, brüllt mit gefühlten 160dz und verletzt sich selbst (er kratzt sich blutig, haut sich Dinge an den Kopft, wobei er meist schon durch das untenhinschmeißen einen sehr starken Schlag auf den Kopf bekommt, meist hat er dann einen Beule) So ein Anfall dauert bis zu einer Stunde... Kleiner Wutanfälle (bis zu einer viertel Stunde brüllen) haben wir ca. 6-8 pro Tag, große (30 - 60 min.) einen. (mind. 4mal die Woche) Er reagiert auch nicht, auf irgendeine Anweisung. (Hören kann er). Richtige Wörter spricht er fast nicht.(außer hoppa und Pami, ja und nein benutz er, aber ohne Bedeutung) Was können wir gegen diese Wutanfälle unternehmen. (Meist setzen wir ihn in sein Bett, da ist die Verletzungsgefahr am geringsten) Liebe Grüße Ayla-Nadine und Veit
Stichwort: Trotz Liebe Ayla-Nadine, extreme Wutanfälle bei einem Kleinkind enstehen nicht einfach aus der Luft. Sie haben immer eine Geschichte. So hilft es auch nicht, einfach gegen die Wutanfälle vorzugehen, sondern es muss immer diese Geschichte entdeckt werden. Aber ich kann sie hier aus der Ferne nicht erraten. Die Geschichte fängt mit der Geburt an und zieht sich durch das 1 und 2.. Lebensjahr. Was ist gewesen? Viel Schreien? Schlechter Schlaf? Wie damit umgegangen? Welche Hilfen? Vater engagiert? Wie gegessen? Loslösung in Gang gekommen? Wieder Frage nach dem Vater! Wie auf ersten Widerstand reagiert? Viel verboten? Nerven durchgegegangen und Kind angeschrien oder sogar gehauen? Kind ins Zimmer gesperrt? Usw., usw. Sie sehen, die Geschichte hat jetzt schon tausend Inhalte. Und Ihr Sohn ist noch keine 2 Jahre. Trotzdem ist er schon außer Rand und Band und weiß seine überschäumenden Emotionen, insbesondere die negativen nicht sinnvoll auszutragen. Sie müssen mir unbedingt diese Geschichte schreiben. Viele Grüße
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