Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Wie Tochter im Kindergarten helfen?

Frage: Wie Tochter im Kindergarten helfen?

KatharinaMaria

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Meine Tochter ist im Feb.3 geworden. Seit ihrem 1. Geburtstag ist sie in der Betriebskita meiner Firma. Ich bin alleinerziehend sie ist von ca. 9 Uhr bis 16:30 Uhr dort. Bis Oktober lief das gut. Sie war gerne da und hatte Spaß. Seit November hat sich das verändert. Sie weint JEDEN Morgen. Fragt mich nach dem Aufwachen, ob sie in den Kindergarten muss und beginnt zu weinen, wenn ich das bejahe. Wenn ich sie frage, warum sie nicht hin will, sagt sie immer nur: "Bei Mama bleiben..." Im Laufe des Tages weint sie dann wohl auch oft mal kurz und nach dem Aufwachen vom Mittagsschlaf kommen die Tränen, weil "Mama nicht da" ist. Unsere Lebenssituation ist speziell. Meine Tochter ist Wunschkind der Beziehung mit meiner Lebensgefährtin gewesen. Diese kam mit dem Familienleben gar nicht zurecht udn trennte sich kurz vor dem ersten Geburtstag. Der Spender ist ein Freund von uns, ist meiner Tochter auch als Papa bekannt und sie sieht ihn fast jedes Wochenende - wenn auch oft nur sehr kurz. Sie ist umgeben von vielen Menschen, die sie lieben, aber die eben alle immer kommen und gehen (Papa, ex. Lebensgefährtin, mein neuer Partner) Ich frage mich, ob sie schrechliche Verlustängste hat und ob und wie ich helfen könnte. Die Situation ist für mich mittlerweile kaum noch auszuhalten. Ich würde am liebensten meinen Job kündigen. Nächsten Woche haben wir einen Termin beim Psychologen. Haben Sie Rat?


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Hallo, es ist gut, dass Sie einen Termin beim Psychologen haben, der aber erstmal ohne Kind stattfinden sollte. Verhaltensänderungen können innere und äußere Gründe haben (oder beide). Die verschiedenen Trennungen können Ihrer Tochter sichtbar machen, dass Beziehungen nicht selbstverständlich immer halten. Dadurch ausgelöst, könnte es ihr bewusster geworden sein, dass dies möglicherweise auch für Ihre Beziehung gilt. Mit 3 Jahren wird das schon bewusster erlebt und wahrgenommen, als früher. Dann hört sie zwar von Ihnen (und erlebt es ja auch), dass Sie sie selbstverständlich wieder abholen, aber in der Zwischenzeit wird der Zweifel wach macht sie besorgt und traurig. Diese Verunsicherung kann durch die kurzen Kontakte zu anderen nicht vermindert werden, vor allem, da diese ja nur bedingt planbar und erwartbar sind. Ich weiß nicht, welche Übergangslösungen bei Ihrer Arbeit möglich sind (gemeinsame Mittagspause, kürzere oder veränderte Zeiten o.ä.) um diese Phase der Verunsicherung zu meistern. Vielleicht wäre auch eine besondere Anbindung an ein Kind oder Erzieherin hilfreich, was aber leider nicht so auf Bestellung geht. Vielleicht ist es vor Ort (Betrieb, KiTa, Psychologe) leichter, konkrete Lösungen zu finden. Viel Erfolg. Dr.Ludger Nohr


cube

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Das heißt, 1,5 Jahre lang lief in der Kita alles gut, oder? Und auch die Trennung ist noch vor Kita-Start passiert und kann eigentlich keinen Einfluss auf die jetzige Situation haben. Kinder haben immer wieder mal Phasen, in denen sie nicht in die Kita/Schule wollen. Einfach so, Kita-müde. Da es bei euch aber wohl schon recht lange nur mit Tränen geht wäre meine erste Frage eher an die Kita gerichtet: hat sich dort im Oktober etwas verändert? Ist dort etwas vorgefallen, was sie evt. noch beschäftigt? Lieblingserzieher/In weg zB. Freundin umgezogen und nicht mehr da oä. Oder ob sich bei euch im Oktober/um den Oktober herum etwas verändert hat. Du schreibst von einem neuen Partner - seit wann gibt es diesen?


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