Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, u. Tocht. (21 Mon.) hat nun immer häufiger extreme Anfälle, bis zur Hysterie. Überwiegend Nachts, merke daß sie viel verarbeitet. Es dauert bis zu 40 Min. und sie ist durch nichts zu beruhigen. Habe vermutl. anfangs den Fehler gemacht auf ihre "Forderungen" einzusteigen. "Große Bett gehen usw.", dann wieder nicht. Darf sie nicht berühren, schlägt nach mir. Sitze nun am Bett versuche beruhigend auf sie einzureden. Mami ist da usw. M. Mann nahm sie dann gestern nach ca. 20 Min. aus dem Bett, sie hat sich erst mal extrem gewehrt, wollte dann zu mir und dann unbedingt ihre Flasche. Hab sie ihr nun mittlerw. dann immer gegeben, denke nach so einer Aktion muß man Durst haben. Schätze aber sie hat sie sich nun Nachts angewöhnt.Was ist richtig? Rausnehmen, am Bett sitzen bleiben? Macht mich richtig fertig, sie tut mir so leid. Es ist wahnsinn wie heftig sie schreit. Bin mir nich mehr 100%ig sicher ob sie ganz wach ist. Spricht aber mit uns und fordert alles mögliche. Danke
Hallo, die Tatsache, daß Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Tochter überhaupt richtig wach wird, läßt vermuten, daß es sich bei diesen "hysterischen" Anfällen um den sogenannten Pavor nocturnus oder Nachtschreck handelt (s.a. gezielter Suchlauf). Dieser tritt weit überwiegend von Mitternacht auf und durchbricht die Tiefschlafphase. Die Kinder werden dabei aber nicht richtig wach, sondern verbleiben in einem Zustnad motorischer Aktivität und emotionaler Erregtheit, der von Angst gekennzeichnet ist. Solche Anfälle sind typische für das Alter und vergehen spontan. Am besten macht man als Eltern überhaupt nichts, sondern sitzt nur ruhig dabei und redet hier und da beruhigend auf sein Kind ein. Am nächsten Morgen weiß das Kind nichts von dem Vorgang. Wecken ist eher ungünstig und verschlimmert den Zustand in die bewußte Phase hinein. Nur wenn das Kind sich gar nicht beruhigen will, ist wach machen und dann geduldiges Trösten angezeigt. Mit "falscher Erziehung" hat das ganze überhaupt nichts zu tun. Viele Grüße
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