Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

widersprüchliches Verhalten

Frage: widersprüchliches Verhalten

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, meine Tochter (1Jahr 7Monate)war in den ersten 6 Monaten mehr oder weniger ein Schreibaby. D.h. sie konnte nicht von allein abschalten bzw.einschlafen, war daher oft quengelig und ungenießbar, da scheinbar überreizt. Das hat sich dann nach und nach verbessert. Mittlerweile schläft sie mittags prima und auch auch nachts durch. Sie ist aber dennoch ein Kind, was uneingeschränkt unsere Aufmerksamkeit braucht. Sie ist sehr anhänglich und auch ängstlich.Sie geht jetzt in die kita seit 09/04. Es klappt ganz gut. Aber ihr fällt immer die Trennung schwer. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag Mama und(!) Papa um sich haben. Auch ist sie einerseits sehr aufmöpfig(hautz.B.andere Kinder- warum auch immer???) aber gleichzeitig auch wahnsinnig ängstlich. Woher kommt dieses Verhalten? Unsichere Bindung? Liegt das an uns(evtl.eigene Unsicherheit der Eltern?)? Wie merkt man die unsichere Bindung? Wie kann man ihr zu mehr Selbstsicherheit verhelfen? Mehr unter Leute gehen? Danke.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Hallo, Ihre Tochter ist ja jetzt in der Phase der Loslösung, d.h. sie muß sich aus der primären Bindung befreien. Vermutlich war diese primäre Bindung eher unsicher (Schreibaby, wie haben Sie sich denn verhalten?), und die Anhänglichkeit ist demzufolge besonders groß. Die Loslösung ist folgerichtig erschwert, und ein solches Kind wird immer Schwierigkeiten haben, mit früher Fremdbetreuung, z.B. in einer Krabbelstube fertig zu werden. Einem solchen Kind kann nichts Besseres passieren, als daß seine Eltern diese Zusammenhänge verstehen und sich danach richten. D.h. keine forcierte Ablösung, sondern erst einmal eine korrekte Loslösung mit einem zuwendungsintensiven und liebevoll einfühlsamen Vorbild. Also Unternehmungen mit dem Vater, Unterstützung der Selbstständigkeitsbestrebungen und bis zu einem gewissen Grade auch Hinnahme der in solchen Füllen üblichen aggressiven Attacken (auch anderen Kindern gegenüber!/Stichwort Rivalität)). Allerdings sollten aggressive Attacken benutzt werden, dem Kind "ein Gewissen zu machen". Stichwort "Induktion". Schon allein, um der anderen Eltern willen und um dem Kind eine Richtschnur für sozial verträgliches Verhalten zu geben. Ohne soziale Kompetenz läßt sich kaum ein gutes Selbstbewußtsein aufbauen. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Guten Morgen Frau Henkes. Unsere Tochter wird im Frühjahr 7 und wurde im August letzten Jahres eingeschult. Sie war bis dato ein sehr angepasstes (für unseren Geschmack immer zu angepasst) Kind und hat sich in der Kita konsequent unterbuttern lassen. Das ist auch den Erzieherinnen aufgefallen. Wir haben vor allem vor Schuleintritt alle zusammen ga ...

Sehr geehrte Frau Henkes,  wir hatten heute ein Gespräch zur Vertragsunterzeichnung bei einem Kindergarten. Mein Sohn war anwesend. Als sich die Tür schloss wollte mein Sohn wieder raus laufen. Als wir das nicht zuließen entdeckte er den ganzen Raum, also Schubladen auf, alles anschauen was da so rum liegt und ließ sich auch sehr schlecht eingrenz ...

Guten Tag Frau Henks Ich habe ein Anliegen zu meinem 3,5 Jahre alten Sohn. Sein Verhalten ist speziell. Er war ein sehr pflegeleichtes Baby, die Probleme haben vor ca. 1 Jahr angefangen. Er möchte nichts machen, ohne dass er sich ganz sicher ist, dass er es gut kann. Er hat bis zu seinem 2. Geburtstag kein Wort gesprochen, als er dann loslegte, gi ...

Guten Tag,  mit Ihren gerade mal 7 Jahren ist unser Mädchen seit längerer Zeit in einer sehr anstrengenden Phase - sie orientiert sich schon immer sehr an Ihren älteren Freundinnen (4. Klasse) und adaptiert sehr viel, leider ohne die emotionalreife Einordnung, weil sie ja doch noch klein ist.  Ihr Verhalten hat sich im letzten Monat um 180 Grad ged ...

Hallo, wir haben folgende,, Probleme ": unser 4 jähriger Sohn ist schon seit einiger Zeit verhaltensauffällig. Anfangs würde immer gesagt das er sich so verhält weil er sich nicht anders artikulieren konnte. Mittlerweile ist er aber 4 Jahre und spricht einwandfrei. Er verhält sich gegenüber anderen Kindern immer sehr ich würde sagen aggressiv. So g ...

Hallo, wir haben folgende,, Probleme ": unser 4 jähriger Sohn ist schon seit einiger Zeit verhaltensauffällig. Anfangs wurde immer gesagt das er sich so verhält weil er sich nicht anders artikulieren konnte. Mittlerweile ist er aber 4 Jahre und spricht einwandfrei. Er verhält sich gegenüber anderen Kindern immer sehr ich würde sagen aggressiv. So g ...

Hallo,  mich bin am Ende meiner Kräfte und kann nicht mehr. Ich habe drei Kinder 9,7,4. Bei den großen lief die Entwicklung bisher super. Nur bei dem kleinsten kann ich einfach nicht mehr. Es fing an das er irgendwann keine Socken mehr tragen wollte. Ok erstmal. Dann keine Unterhose mehr. Jetzt ärgert er ewig alle in der Familie. Egal wie viel Ärge ...

Guten Morgen Frau Henkes! In letzter Zeit ist es sehr anstrengend mit meinem Sohn (5J 10M) und er hört/folgt überhaupt nicht. Wenn wir von ihm etwas verlangen oder ihm etwas erklären, dann antworter er mit: "Ist mir egal" oder "Mach ich nicht". Wenn er mit anderen Kindern spielt, dann ist er sehr laut, wild, lacht diese aus und befolgt weder unse ...

Hallo Zusammen Vielleicht jemand eine. Rat oder eine Idee. Auch nur schon ein offenen Ohr ist viel wert. Meine Tochter ist jetzt bald 4 Jahre alt. Seit Oktober letzten Jahres,habe ich wieder angefangen zu Arbeiten. Sie und ihre kleine Schwester 1,5 Jahre gehen zu Gotti/Patin Übernachten und den Tag durch,an dem ich arbeite. ...

Sehr geehrte Frau Henkes, Unser Sohn (3,5 Jahre alt) ist seit 6 Monaten großer Bruder und es gibt seitdem immer mal wieder gute Phasen, in denen er sehr interessiert, zugewandt und auch liebevoll zu seinem kleinen Bruder ist, aber es gibt leider auch immer wieder richtig schlechte Phasen, in denen er ständig versucht, ihn zu beißen/ hauen/ petzen ...