kuni26
Hallo Herr Dr. Nohr, Meine 6 jaehrige Tochter war schon immer ein extremes Mamakind, dies verbesserte sich in den letzten 2 Jahren. In den letzten Monaten ist sie aber wieder sehr anhaenglich, sagt oft sie mag nicht in die Schule gehen da sie mich so sehr vermisst. Ging eigentlich immer gern zur Schule. Sie ist ein schuechternes, ruhiges Maedchen, das immer alles richtig machen will. Sie reagiert ueberempfindlich auf Ermahnungen, weint und sagt sie sei halt dumm.. Manchmal beisst oder zwickt sie sich dann selbst, oder haut sich. Sie hat einen grossen Bruder, 8 Jahre, eine Schwester die vor 2,5 Jahren tot geboren wurde und einen 18 Monate alten Bruder. Meine Tochter vermisst ihre kleine Schwester sehr, redet oft von ihr und wie sehr sie sich eine Schwester wuenscht. Wenn sie wegen irgendwas traurig ist und weint sagt sie immer sie vermisst ihre Schwester, auch wenn offensichtlich ist dass sie wegen etwas anderem traurig ist z.B. weil sie geschimpft wurde oder es Streit gab. Sonst ist sie ein frohliches kleines Maedchen, hat viele Freunde in der Schule und ist auch bei den Lehrern beliebt. Ihre Leistungen in der Schule sind sehr gut. Oft hat sie Angst dass ihren Bruedern was passiert, sie ist allgemein sehr fuehrsorglich. Ist dieser Drang bei allem perfekt zu sein noch als „normal“ anzusehen?Und dieser Zorn und Aggression gegen sich selbst? Wie kann ich ihr helfen und sie unterstuetzen auch mit der Trauer um ihre Schwester? Vielen Dank fuer ihre geschaetzte Meinung Kuni26
Dr. med. Ludger Nohr
Ich finde, Sie beschreiben ein gut entwickeltes, kluges, manchmal etwas selbstzweifelndes Mädchen. In diesen Selbstzweifelsituationen, warum auch immer, kann das beissen und zwicken eine Form der Selbstbestrafung sein. Die ist aber in dieser Form harmlos. Ich beziehe mich deshalb auf den Umgang mit dem Tod der kleinen Schwester. Wir erleben das immer wieder, dass tote Geschwister intrapsychisch in das Familiensystem eingebaut werden. Sie werden dann fast wie reale Personen behandelt, mit denen man sprechen und über die man sich ärgern kann und die man auch vermissen kann. Tod ist bei 6j. ein anderer Begriffsinhalt als bei Erwachsenen. Wenn sie nun die Schwester vermisst, sollte man nicht versuchen, ihr das auszureden (aber sie doch mal, du hast doch..... o.ä.) sondern die Trauer annehmen und evtl. auch selbst in Worte fassen. Das fällt Erwachsenen oft schwer, weil sie ja wollen, dass das Kind nicht mehr traurig ist. Aber die Trauer kann nur überwunden werden, wenn sie da sein darf und durfte. Und vielleicht spürt sie ja auch, dass die Familie mit diesem Thema noch nicht abgeschlossen hat. Da sind Kinder sehr feinsinnig. Also nehmen Sie an wenn sie traurig ist und begleiten sie dabei. Das verbindet. Dr.Ludger Nohr
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