Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trotz und Essen

Frage: Trotz und Essen

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Hallo Herr Posth, zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre Antwort vom 19.11.03 zum Thema Eifersucht. Und hier gleich die nächsten Fragen: 1. Wie verhalte ich mich am besten in der konkreten Situation, wenn meine Tochter gegenüber Fremden, die sie freundlich ansprechen, aggressiv wird? Vermutlich hängt es ja ursächlich mit Verunsicherung und mangelnder Selbstsicherheit zusammen. Aber sie muss ja trotzdem ein sozialverträgliches Verhalten lernen. Ich habe sie nach der letzten Aktion mal nicht mitgenommen zum Einkaufen. 2. Franca war schon immer ein schlechter Esser und ihre Lebensmittelauswahl beschränkt sich auf Haferflocken, Schokomüsli und ab und zu 4-5 Pommes Frites, 3 EL Pürree, ein paar Nudeln (ohne alles) oder 3 Gabeln trockenen Reis. Gemüse isst sie ansonsten nur Rot- und Sauerkraut, hier kann es schon mal etwas mehr sein. Eiweißhaltige Lebensmittel isst sie kaum. Ab und zu mal ein Mikrobenstückchen Lachs. Seit einigen Tagen verweigert sie allerdings auch diese Speisen und ich warte vergeblich auf einen "Hungeranfall". Ich vermute, dass sie meine kaum zu verbergende Sorge um sie provozieren will. Ich habe wohl in meinem (vergeblichen) Bemühen um gesunde Ernährung auch schon viel zu viel "Trara" ums Essen gemacht. Mein Mann meint, ich solle sie ganz in ruhe lassen und auch gar nix mehr anbieten. Sie solle sich selbst etwas verlangen. Allerdings fällt mir eine so weit reichende Zurückhaltung sehr schwer. Dass sie oft aus Sturheit nichts isst, ist zweifellos. Wie verhalte ich mich am besten? 3. Was halten sie eigentlich von dem Buch "Was geht da drinnen vor" von Lise Eliot? Hier hat sich doch auch ein Verlag gefunden. Viele Grüße und sorry für die Länge meines Geschreibsels... Judith


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Judith, ich habe die Einzelheiten jetzt nicht mehr so genau im Kopf. Das aggressive Reagieren auf Annäherung eines Fremden bedeutet, daß dieser aus der Sicht des Kindes die eigene Bannmeile durchbrochen hat. Eigentlich gebührt es dem Erwachsenen, einen klaren Rückzieher zu machen und nicht dem Kind, Toleranz hierfür aufzubringen. Auch wir Erwachsenen erwarten ja das Einhalten solcher Grenzen uns gegenüber. Zum Essen ist für mich schwer zu antworten, weil viel zu viele Problemfelder zwischen Mutter und Kind bereits entstanden sind. Grundsätzlich kann man sagen, daß, solange die Gewichtsentwicklung stimmt und das Kind einigermaßen infektstabil ist, man nicht von irgendeinem Mangel auszugehen hat. Das bedeutet, daß man tatsächlich erst einmal den Druck wegnimmt und sich dann langsam neuen Strategien zuwendet, notfalls mit Hilfe. Das von Ihnen genannte Buch kenne ich nur vom Titel her, ist es lesenswert?. Viele Grüße


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