Mitglied inaktiv
Meine Tochter wird ende April 3 Jahre alt. Und ich werde ab Mai wieder für ca. 80 Stunden monatlich arbeiten gehen. Seit meine Tochter weiß, das ich wieder arbeiten gehe, klebt sie nur noch an mir, ich kann seit dem nichts mehr im Haushalt alleine machen, denn sonst schreit sie: Mama, ne Arbeit gehen, und fängt furchtbar an zu weinen. Sie kann sich gar nicht mehr allein beschäftigen. Selbst wenn der Papa zuhause ist will sie nur bei mir sein, und bleibt nicht beim Papa. Mein Mann ist sehr viel beruflich unterwegs, 2 -3 Tage in der Woche kommt er abends nicht wenn er auf Reisen ist. Unsere Tochter schläft im Familienbett, ich war 3 Jahre zu Hause, sie geht mit mir in die Spielgruppe, Musikgarten und 1 x die Woche in den Vorkindergarten für 2 Stunden. Sie geht dort nicht sehr gern hin, aber sie weint auch nicht. In 2 Wochen wird sie in die KiTa gehen zur Probe. Ich habe jetzt furchtbare Angst vor meinen Arbeitsstart denn ich weiß nicht wie sie das verkraften wird. Was meinen Sie ?
Hallo, Ihre Tochter verkraftet die ihr bevorstehende Entwicklung nur dann gut, wenn es eine sanfte Ablösung in die Fremdbetreuung gibt. D.h. Sie bleiben anfangs so lange mit in der Einrichtung, bis Ihre Tochter von sich sagt, dass Sie gehen können. Das dauert oft gar nicht solange wie man denkt. Kinder mit sicherer Bindung und erfolgreicher Loslösung, beweisen in solchen Moment schon die Resilienz (psych. Widerstandskraft), die sie durch die guten Entwicklungsmomente erworben haben. Das klettige Verhalten, das Ihre Tochter derzeit Ihnen gegenüber zeigt, hat etwas mit erschwerter Loslösung zun tun, (s. gezielter Suchlauf unter gleichlautendem Stichwort). Kind mit erschwerter Loslösung werden durch äußere Umständen wieder an die Mutter zurück gebunden, was ihnen in ihrer Entwicklung gar nicht gut tut. Viele Grüße
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