Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennungsangst

Frage: Trennungsangst

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Hallo, dr. posth meine Tochter wird im September 5 Jahre alt. Sie hat schwierigkeiten sich von mir zu lösen. Ob es beim Schlafen ist, geht nicht alleine mit Papa raus nur wenn ich dabei bin usw. Waren letztes Jahr bei einer Kinderpsychologin die uns dann zu einer Psychomotorikgruppe geraten hat um mehr selbstbewustsein zu bekommen. Doch ohne meine Hand macht sie nichts mit. Sie geht auch nicht im Kindergarten. Nun habe ich noch mal ein anderen Kinderpsychologen hinzugezogen. Hoffe wir bekommen eine Terapie. Wir gehen momentan 1 mal die Woche im Kiga um sie daran zu gewöhnen, ich bin dabei von 9 - 11 Uhr doch sie will von den Kindern nichts wissen und von den Erzieherin auch nicht, was soll ich machen, sie sollte eigentlich im September regelmässig hingehen. Macht das so überhaubt ein sinn. Die sind für eine sanfte Ablösung überhaut nicht und sie sei ja dann schon 5 sagen die. Kann der Psychologe mir da helfen? Bis jetzt ist alles noch wie immer bei meiner kleinen. Gruß Marina


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Angst Liebe Marina, ein psychosozial völlig unbeeinträchtigt entwickeltes Kind braucht natürlich mit 5 Jahren keine sanfte Ablösung im eigentlichen Sinne mehr. Aber das ist bei Ihrer Tochter ja eben anders. Sie leidet schon an Trennungsangst und braucht jetzt die Begleitung des Bezugsperson, wobei allerdings eine schrittweise Trennung mit eingearbeitet sein sollte. Dieses Programm läßt sich natürlich nur individuell entwickeln und das Kind darf das Tempo bestimmten, in dem die Reifeschritte vonstatten gehen. Die Selbstbestimmung des Kindes ist das entscheidende therapeutische Element. Also nicht der äußere Bezugsrahmen und nicht die "tokens" legen fest, wie die Therapie vonstatten geht, sondern einzig und allein das Kind mit seinen Fortschritten. Im Fortschritt spürt das Kind Erfolg und der Erfolg macht es auf sich stolz. Der Stolz wiederum gibt ihm die Kraft, in diese Richtung weiter voran zu gehen. Vielleicht finden Sie ja doch noch eine Psychotherapeutin, die diese Schritte mit ihnen geht. Viele Grüße


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