Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennungsangst was kann ich tun um dem gerecht zu werden?

Frage: Trennungsangst was kann ich tun um dem gerecht zu werden?

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SgDr.Posth, seit langem schreibe ich Ihnen heute mal wieder wegen meiner Zwill.-mäd.(5Jahre,Frühgeburt, Eine mit erschwerter Loslg). Es läuft alles soweit „normal“, gerne Kiga,gern andere Kinder besuchen ,allein zum Flöten.Wenn ich die Kinder mal bei meinen Schwieg.-eltern lasse (tagsüber) (eher selten), dann klappt das wunderbar aber meine eine Tochter sagt dann“Mama, wenn Ihr nicht da seid, dann fühl ich mich so allein“Ich erkläre ihr dann alles, dass wir wiederkommen, dass die Oma doch so toll ist, die Schwester da ist etc.Es gibt auch keine Tränen. Was kann ich noch tun um ihr da Gerecht zu werden?Können wir noch etwas „trainieren“. Sollten sie im Sept in die Schule gehen (wir sind noch unentschlossen) dann wird es sicher noch mal schwerer? Wie können wir das ein wenig bahnen?Danke für Ihre super Arbeit.lg Mia


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Mia, wenn ich Sie recht verstehe, hat diese Ängste nur eine der beiden Zwillinge. Offenbar sind sie von der Veranlagung da etwas unterschiedlich. Oder die eine hatte seinerzeit als Frühgeburt mehr mitgemacht. Dabei ist dann wohl das Urvertrauen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, und das hat sich bis heute nicht vollständig ausgleichen lassen. Vielleicht auch wegen einer bestimmten persönlichen Veranlgung, denn in dieser Hinsicht haben Sie die beiden Kinder ja so gut wie gleich behandelt. Trainieren lässt sich da nichts. Aber die verbale Absichrung durch Sie wirkt jetzt in diesem Alter ähnlich wie eine emotional absichernde Handlung in den ersten 3-4 Lebensjahren. Überhaupt wird viel mehr über das Miteinander-sprechen gelöst, und auf diesen Fortschritt können Sie bauen. Was den Schuleintritt anbelangt, ist immer zu fragen, wie denn die Ablösung in den Ki-ga funktioniert hat. Wenn es da eine harte Trennung unter Tränen gegeben hat, besteht natürlich die Gefahr einer entstehenden Schulphobie. Davon würde ich also die Entscheidung mit abhängig machen. Viele Grüße


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