Mitglied inaktiv
Hallo, meine kleine Tochter(knapp 18 Monate) geht jetzt seit 4 Tagen mit mir zur Kita-Eingewöhnung. Und irgendwie läuft es nicht wirklich gut. Sie ist nur bei mir, sie interessiert sich kaum für die anderen Kinder(und wenn, dann macht sie sich eher unbeliebt, da sie ihr Spielzeug nur ungern teilt und lieber haut! *heul*)und die Erzieherinnen dürfen sie nicht anfssen und nicht ansprechen. Alles ist immer NEIN und AUA und sie klettet komplett an mir. Alle anderen Kinder spielen miteinander und akzeptieren einander. Nur mein Kind ist wie immer anders.Das macht mich fertig! Selbst die Kinder die heute den ersten Tag gekommen sind, waren unbeschwerter. Dazu muß ich sagen, dass die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell vollzogen wird. Da die Gruppe aber bereits seit August mit 7 Kinder besteht, sind natürlich beide Erzieher mit den anderen Kindern im Raum.Zusätzlich noch die Mütter zur Eingewöhnung (heute waren es 4!) D.h., das sind natürlich sooo viele Eindrücke, die für meine Tochter scheinbar zu viele sind. Die Erzieherinnen sind auch beide gleich auf sie "losgegangen". D.h. am ersten Tag fassten sie sie an, sprachen mit ihr usw. Aber meine Tochter läßt sich nur ungern von Fremden anfassen bzw.ansprechen. Sie versteckt sich dann hinter mir oder wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Annäherung. Das muß doch toleriert werden, oder? Unsere Tochter war am Anfang ein Schreikind und ist komplett auf uns fixiert. Außer der Oma (und die auch nicht immer!) darf ihr keiner zu nahe kommen. Und vor Männern scheut sie generell zurück. Sie ist sehr sensibel, geräuschempfindlich,ängstlich und weinerlich. Andererseits aber auch sehr forsch, willensstark und oft garstig. zur Zt. haut sie gern und beißt mich auch. Aber das eher im Spiel bzw. um ihre Zuwendung zu zeigen (so würde ich das Beißen zumindest deuten). Also insgesamt ist sie von Anfang an ein eher schwieriges Kind. Das macht die Eingewöhnung natürlich um so schwieriger. Wir schenken ihr immer viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Wir hauen sie nicht, sondern versuchen immer alles mit Erklärungen und strengen Blicken zu klären. Aber scheinbar klappt das nicht. Bis vor kurzem hat sie noch bei jedem Stimme erheben oder NEIN sagen geweint. Da ich ab Oktober wieder arbeiten gehen muß!, bleiben uns noch knapp 3 Wochen und ich befürchte, das die Zeit nicht reichen wird! Was wenn sie gegenüber den Erzieherinnen auch so garstig reagiert und mal wieder beim Essen, wickeln etc. ausrastet!?Ich stell mir schon vor, wie sie dann den ganzen Tag heulend dort sitzt und von den Erziehrinnen abgeschoben wird. Das macht mich schon ganz krank vor Sorge. Denn die Erzieherinnen haben mit insgesamt 13 Kindern doch garantiert nicht den Nerv auf mein kleines Sorgenkind speziell einzugehen! Was denken Sie, ist ihr Verhalten denn altersgerecht? Oder wie kann ich ihr denn weiterhin helfen? Denn morgen findet schon der erste Trennungsversuch statt und ich male mir schon aus, wie furchtbar das enden wird! Vielen Dank fürs Zuhören. Simone
Stichwort: Fremdbetreuung Liebe Simone, das "morgen" wird heute schon gestern sein. Wie ist es denn gelaufen? Ich vermute, nicht besonders gut. Das "Berliner Modell" erscheint mir eine weichgespülte Form der sonst üblichen Eingewöhnungspraxis zu sein. Und die geht sehr strickt mit den Kindern um. Sie haben mehrere Probleme mit Ihrer Tochter. Da sie ein ehemaliges Schreikind ist, ist zu vermuten, daß Ihre primäre Bindung unsicher geraten ist. Die jetztige Fremdenscheu spräche z.B. sehr dafür. Auch ihre Tendenz zu weinen, wenn Sie zu ihr "nein!" sagen. Demzufolge wird auch die Loslösung unsicher verlaufen, d.h. sie muß unter hohem Aufwand von Widerstand geschehen, denn ihre große Anhänglichkeit steht ihr bei der Loslösung im Wege. Ab eineinhalb kommen dann dabei auch immer mehr aggressive Tendenzen zum Vorschein, die unglücklicherweise sich (folgerichtig) gegen die frühen Bezugspersonen richten. Das muß man wissen und sich entsprechend innerlich wappnen. D.h., man darf seinem Kind nicht böse sein deswegen und es auf keinen Fall dafür abstrafen. (Bitte auch meinen Langtext über das emotionale Bewußtsein lesen, da ist alles genau erklärt). Allenfalls sollte man auf diese Attacken mit eigener Betroffenheit reagieren und sich "verletzt" geben, um dem Kind eine Möglichkeit zum Trösten und zur Wiedergutmachung zu geben (Stichwort Induktion). Fremdbetreuung in diesem kipplichen Moment der Entwicklung muß Schwierigkeiten machen. Auf keine Fall dürfen Fremdbetreuer sich gleich "an das Kind ranmachen". Das ist völlig kontraproduktiv! Wahrscheinlich müssen Sie Ihren Versuch noch einmal abbrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen, wenn Ihre Tochter in der Loslösung weiter voran gekommen ist, und sie größere Selbstanteile gewonnen hat. Viele Grüße
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