Mitglied inaktiv
Guten Abend Herr Dr. Posth, unser 14 Monate alter Sohn fängt fürchterlich an zu weinen, wenn ihn ein anderes fremdes Kind berührt (streichelt oder Küßchen gibt). Wir dachten immer Kinder fremdeln nicht bei Kindern. Unser Sohn hat bisher nur leicht bei Erwachsenen gefremdelt. Er ist sehr kontaktfreudig und neugierung auf andere Menschen. Auch andere Kinder (in seinem Alter) findet er interessant und geht auf sie zu. Aber sobald ein Kind Körperkontakt durch berühren, streicheln usw. aufnimmt, was meistens innerhalb der ersten Minute während des Kennenlernens passiert, weint unser Sohn ganz ängstlich, auch wenn ich ihn z.B. auf dem Arm trage. Können Sie uns erklären, warum das so ist. Ab August soll unser Sohn in die Kita gehen und wir machen uns jetzt auch deshalb große Sorgen, ob das überhaupt für ihn möglich ist. Vielen Dank für Ihre hoffentlich hilfreiche Antwort. Herzliche Grüße von Kathrin
Liebe Kathrin, ein solches Verhalten würde man nicht mehr als Fremdeln bezeichnen. Eher handelt es sich um Furcht, Furcht vor dem direkten Auftreten gleichaltriger Kinder und Furcht v.a. vor deren Impulsivität. Gleichaltrige andere Kinder sind immer gewissermaßen Rivalen für sich selbst. Ist das eigene Selbst stabil geworden, gibt es vonseiten des eigenen Selbst keine Bedenken bzgl. eines Gleichaltrigen mehr, im Gegenteil, er wird sogar gerne herausgefordert und es mit ihm konkurriert. Aber 14 Monate alte Kinder besitzen noch kein eigenständiges Selbst und sind somit schnell ängstlich, was den Rivalen anbelangt. Selbst wenn dieser in friedlicher Absicht kommt, kann er Angst verbreiten. Sie haben dann allerdings auch ein eher defensiv eingestelltes Kind, das noch große Anhänglichkeit zeigt. Sorgen Sie in Ihrem Erziehungsverhalten dafür, daß er zu einem guten und stabilen Selbst gelangt. Alle in diesem Forum gemachten Empfehlungen gehen in diese Richtung! Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, Leonie ist 12 Monate und sie läßt auch kein anderes Kind an sich ran. Sie zieht im schon an den Haaren und grabscht es an, aber wehe, das andere kommt auf sie zu oder faßt sie an. Vielleicht können ja andere Mamis uns einen Tip geben (Leonie geht ab nächste woche in die Krabbelgruppe - oje,hoffentlich wirds da besser). DANKESCHÖN. IRENE
Mitglied inaktiv
Hallo ihr beiden! Mein Großer (jetzt 3J, 4M) war genauso ein Fall!!! Mittlerweile hat er das überwunden und geht völlig normal mit anderen Kindern um, tobt mit ihnen, sucht auch von selbst Körperkontakt etc. Ich muss aber (leider) dazu sagen, dass es ca. 3 Jahre gedauert hat, bis er soweit war. Geholfen hat ihm dabei zu einem sehr großen Teil seine kleine Schwester (er war bei der Geburt 2 1/2) und eine Spielegruppe zweimal pro Woche (6 Kinder, ich war immer dabei). LG Janet
Liebe Kathrin, ein solches Verhalten würde man nicht mehr als Fremdeln bezeichnen. Eher handelt es sich um Furcht, Furcht vor dem direkten Auftreten gleichaltriger Kinder und Furcht v.a. vor deren Impulsivität. Gleichaltrige andere Kinder sind immer gewissermaßen Rivalen für sich selbst. Ist das eigene Selbst stabil geworden, gibt es vonseiten des eigenen Selbst keine Bedenken bzgl. eines Gleichaltrigen mehr, im Gegenteil, er wird sogar gerne herausgefordert und es mit ihm konkurriert. Aber 14 Monate alte Kinder besitzen noch kein eigenständiges Selbst und sind somit schnell ängstlich, was den Rivalen anbelangt. Selbst wenn dieser in friedlicher Absicht kommt, kann er Angst verbreiten. Sie haben dann allerdings auch ein eher defensiv eingestelltes Kind, das noch große Anhänglichkeit zeigt. Sorgen Sie in Ihrem Erziehungsverhalten dafür, daß er zu einem guten und stabilen Selbst gelangt. Alle in diesem Forum gemachten Empfehlungen gehen in diese Richtung! Viele Grüße
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