Mitglied inaktiv
Hallo, unsere kleine Maus wurde gestern 2 Jahre alt. Seit ca. 2 Wochen hat sie panische Angst vor Fusseln und Fliegen. Wenn sie in der Badewanne sitzt und nur einen Fussel schwimmen sieht, fängt sie gleich an wie wild zu schreien und will raus. Ich habe dann mal einen Fussel auf ihren Bauch gelegt und mit dem Fussel ihre Hand gestrichen und ihr gesagt, wie weich der Fussel ist und dass sie keine Angst zu haben braucht. Doch sie hat nur geschrien und geschrien. Später habe ich mit ihr nochmal drüber gesprochen, dass der Fussel lieb ist und nicht schlimm ist. Dann plappert sie immer nach: "Fussel nicht schlimm, Fussel arg lieb". Trotzdem beim nächsten Mal ist wieder Geschrei. Wir haben Laminatboden, da liegt selbst kurz nach dem Saugen und Wischen schnell mal wieder ein Fussel herum. Das Geschrei ist dann schon nervig. Oft scheint sie ihr "Problem" aber auch zu vergessen und sagt garnichts wegen einem Fussel. Hauptsächlich ist es beim Baden ein Problem. Wie soll ich reagieren? War die Konfrontation mit dem Fussel auf der Haut falsch? Ich muss noch dazu sagen, dass unsere Kleine ansonsten vor nichts Angst hat und auf alles aufgeschlossen reagiert. Sie ist so ein lebensfroher kleiner Wirbelwind, deshalb kann ich mir gar nicht erklären woher dass kommt. Vielleicht können sie mir ja helfen. Vielen Dank. Martina
Liebe Martina, inzwischen ist es schon länger her, daß ich hier im Forum erklärt habe, daß sich Urangst in konkrete Furcht wandeln kann. Z.B in "Panik vor Bällen" am 26.8.2002 (Suchlauf!). Auch das Stichwort "Furcht" austeuern! Kleine Tiere, die sich unkalkulierbar bewegen oder alles was ähnlich unkalkulierbar reagiert und erscheint, vielleicht eben auch umherfliegende Fusseln, können eine solche Furcht auslösen. Man wird nur so damit umgehen können, daß man das Kind in der Form damit konfrontiert, daß es selbst den Vorgang steuern kann. Das ginge bei Fusseln vielleicht so, daß man Flusen und Staubflocken auf einen Tisch legt und vorsichtig hin und her bläst. Erst man selbst, dann das Kind. Dann kann das Kind später auch einmal die Flusen in die Hand nehmen und damit spielen. Danach beobachtet man gemeinsam die Fliegen und zeigt dem Kind, daß man die nicht fangen kann, usw. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, eine unqualifizierte Bemerkung meinerseits ;-) : hält sie die Fusseln vielleicht für Fliegen? Wie würde sie reagieren, wenn Du sagen würdest: "Das sind keine Fliegen" anstatt "das sind Fusseln"? Viel Glück wünscht Antje
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