Mitglied inaktiv
Hallo Doc Posth, als Erzieherin und nun Mutter habe ich mit großem Interesse Ihren Text zur Hilfestellung über "Emotionales Bewußtsein" und die Bindungsgestaltung und Bindungssicherheit gelesen. Wir sehen unserem Sohn Luca (2,5J) bei der Beurteilung des Verhaltenstest (M.Ainsworth) in der 2. Beschreibung des Testkindes wieder welches als "unsicher-ambivalent" bzw. hochgradig affektiv bezeichnet wird. Luca würde am liebsten nur mit uns alleine auf der Welt sein, außer Oma und Opa akzeptiert er niemanden gerne um sich. Luca hat z.B.seitdem er 4 Monate ist den Kontakt zur gleichen Gruppe bestehnd aus 6 Kindern+Elternteil. Das fing mit an, die Gruppe blieb als Spielgrupee zusammen und nun turnen wir mit dieser Gruppe auch noch neben der Spielgruppe mit den Leuten und treffen uns privat . Es sind immer diese 6 Leute und Luca würde niemals bei einem der Leute bleiben, wobei ich mir gut vorstellen könnte, eines der 6 anderen Kinder würde gerne bei mir bleiben. Es freut mich in diesem Artikel gelesen zu haben das solches Verhalten normal ist, leider ist mir nur die Ursache absolut unverständlich!!! Luca kam auf normalen Wege zur Welt, ich habe ihn im Tragetuch den ganzen Tag um mich gehabt, und habe nie irgendwelche Ferber-Methoden probiert, geschweige denn ihn schreien lassen wenn ich es für alles in Ordnung empfand. Ich habe ihn bis heute nie geschlagen und es reicht bei ihm ein einfaches "NEIN" von Anfang aus, um bestimmte Dinge nicht zu tun. Ich lobte sein Verhalten wenn er auch mal außerhalb meiner Nähe spielte und mittlerweile kann er das sehr gut, aber ich könnte nie mal eben alleine zum Postkasten gehen oder an der Tankstelle ohne ihn rein zum zahlen. ICh akzeptiere Luca mit seiner Ängstlichkeit/Annhänglichkeit, betone das auch nie, aber ich möchte ihm gerne helfen sich doch etwas mehr von dem Bedarf unserer Gegenwart zu lösen. Er hat noch 1 Jahr Zeit um in den Kindergarten dann endgültig von mir Abschied über einen gewissen Zetraum zu nehmen und möchte natürlich sanft zu dieser Entwicklung hinführen. Haben Sie ein paar Vorschläge wie man mit Kindern aus der 2. Testgruppe umgeht um sie dahinzuführen wo viele andere schon sind? Vielleicht hätten Sie auch einen RAtgeber für uns welcher uns Aufschluß darüber gibt. Ich wäre ihnen sehr dankbar.
Hallo, zunächst einmal muß auch ich darauf hinweisen, daß die Einteilung in sicher gebunden und unsicher-ambivalent bzw. vermeidend gebunden keinesfalls eine Einteilung in normal und unnormal ist. Nur die unsicher gebundenen Kinder haben entweder aufgrund eigener Charakteranlagen, die vielleicht schlecht mit der primären Bezugsperson interagieren, größere Anpassungsprobleme an die Anforderungen aus der Umwelt, oder aufgrund eines nicht ausreichend einfühlsamen Verhaltens durch die primäre Bezugsperson. Die Frage, die sich letztendlich daraus ergibt, ist die, muß man mit unsicher gebundenen Kindern in der weiteren Entwicklung in besonderer Weise umgehen, um sie letztlich doch noch gut anpassungsfähig zu machen. Meiner Auffassung nach ja. Das könnte auch auf Ihren Luca zutreffen, der ja inzwischen 2,5 Jahre alt ist, und offensichtlich noch ein leicht irritables Selbstgefühl besitzt. Da müßten Sie ansetzen und ihm die Möglichkeit bieten, größere Selbstanteile zu erwerben, d.h. im einzelnen günstiger Umgang mit Trotz, ausreichende Selbstattributierung, großzügige Akzeptanz seiner Autonomiebekundungen, usw. Viele Grüße
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