Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mein Sohn hat Angst

Frage: Mein Sohn hat Angst

Mitglied inaktiv

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Hallo, mit meinem Sohn Lucas(1 Jahr) gibts ein Problem! Also: Ich habe eine Freundin, dessen Sohn ist 2 Jahre und heisst Oliver. Oliver ist ein sehr schwieriges Kind, hört nie, haut andere Kinder usw. Er ist wirklich extrem. Wenn er etwas anstellt, schimpft meine Freundin zwar ein bisschen mit ihm, sonst passiert aber nichts. Da sie ja meine Freundin ist, sehen wir uns öfters und wir gehen auch gemeinsam in die Krabbelgruppe. Nun hat Oliver Lucas schon sehr oft stark wehgetan, z.B. ihm einen Löffel volle Kanne in den Rachen gedrückt, ein Holzteil ca. 10mal auf den Kopf gehauen und noch weitere solcher Sachen. Natürlich immer, wenn wir es gerade nicht sehen. Lucas ist seitdem wie verhaltensgestört. Sobald ein anderes "liebes" Kind auf ihn zukommt, fängt er laut zu schreien an und rennt zu mir, aus Angst, dieses Kind könnte ihm auch wehtun. Er hat wirklich schon panische Angst vor anderen Kindern. Vorhin war überraschend eine Bekannte bei mir, dessen Sohn 2 Wochen älter ist als Lucas. Das ist auch ein ganz lieber und braver. Er ging zu Lucas hin, nahm ihn am Arm und wollte mit ihm spielen. Sofort rennte Lucas weinend zu mir und versteckte sich hinter mir!! Er machte "eiei" bei Lucas (wirklich ganz vorsichtig) und wollte ihm ein Bussi geben. No way!! Lucas kriegt panik. Wenn ich ihn dann auf den Arm nehme, lehnt er sich an meine Schulter und wimmert leise vor sich hin. Er hat einfach Angst. Und das nur wegen Oliver. Weil der halt immer so grob zu ihm ist. Aber es sind ja nicht alle Kinder so. Nur das versteht Lucas natürlich noch nicht. Ich habs auch schon versucht, indem ich mich mit Lucas am Boden gesetzt habe und bei ihm war, wenn ein anderes Kind da ist. Aber es funktioniert einfach nicht. LUCAS HAT DURCH OLIVER PANISCHE ANGST VOR ANDEREN KINDERN. Ich bin ja nun seit ein paar Wochen in einer Krabbelgruppe. Lucas sucht sich dann immer ein Plätzchen aus, wo kein Kind ist, und spielt alleine. Sobald ein Kind, ohne böse Absichten zu ihm hingeht, fängt das Theater wieder von vorne an. Ich hab jetzt auch schon den Kontakt zu meiner Freundiin ein wenig eingestellt, weil ich das Lucas nicht zumuten kann!! Und ich bin auch schon am überlegen, ob ich nicht mehr in die Krabbelgruppe hingehen soll. Aber ich glaube einfach, dass das dann nicht richtig wäre. Normalerweise braucht Lucas doch auch andere Kinder. Aber er sieht halt keinen Unterschied zwischen "lieben" Kindern und Oliver. Und wegen Oliver: Ich kenne viele 2jährige Kinder. Aber die sind alle zusammen nicht so schlimm wie Oliver. Hab auch schon mal mit meiner Freundin geredet, aber gebracht hats nichts. Sie sagt halt, Oliver ist auch ein Kind!! Klar, Oliver selbst kann ja nichts dafür, aber ich finde, sie als Mutter müsste da mal härter durchgreifen. Ich mein, er schmeisst ja, wenn ich und eine andere Freundin bei ihr sind, sogar mit Flaschen auf uns. Und ich finde das ist nicht ok. Hr. Posth, bitte helfen Sie mir, wie ich das Problem mit Lucas in den Griff bekommen kann. Ihn total abschotten vor den anderen Kindern oder ihn seiner Angst aussetzen?? Ich bin echt schon verzweifelt und jeden Tag am heulen, weil mir Lucas so unendlich leid tut. Ich glaub nämlich wirklich, wenn das so weitergeht, wird er irgendwann mal bestimmt verhaltensgestört wegen anderer Kinder sein!! Obwohl die anderen Kinder nicht mal was für können. Traurige Grüße von Stephie --------------------


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Stephie, zunächst einmal: verhaltensgestört ist Ihr Sohn sicher noch nicht. Seine Ängste sind ja sogar in gewisser Weise berechtigt. Sie sollten das Gespräch mit Ihrer Freundin noch einmal aufnehmen, vielleicht in Gegenwart einer Kinderpsychologin, -psychologen. Herauszufinden wäre, warum der kleine Junge so aggressiv reagiert. Vielleicht sollte Ihre Freundin mal meine Ausführungen über das emotionale Bewußtsein lesen, besonders Teil 3 (link oben rechts). Die Krabbelgruppe würde ich vorerst belassen und nur im Notfall unterbrechen. Sie sind ja dabei und können Ihren kleinen Sohn schützen. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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Hallo! Der arme Kleine... Habt Ihr nicht die Möglichkeit, die Krabbelgruppe zu wechseln? Oder daß Du einige aus der Gruppe zu Dir nach Hause einlädtst? So hätte der Kleine Kontakt zu anderen Kindern, und der Rüpel wäre nicht dabei. Im Übrigen finde ich es unmöglich, zu sagen, ihr Sohn ist noch ein Kind. Kann man doch trotz allem erziehen, oder? Vielleicht bringt ein Gespräch mit der Frau etwas, in dem Du Deine Gedanken schilderst? Ich an Deiner Stelle würde ihr Kind, wenn es sich wieder so benimmt, mal schimpfen (moderat, aber deutlich) und schauen, wie es darauf reagiert... (Nach dem Motto: Gefällt es DIR, wenn Dir jemand auf den Kopf haut) Liebe Grüße Antje


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