Mitglied inaktiv
Hallo, gleich zur Warnung: Achtung lang, aber zur Situationsbeschreibung notwendig... Meine Tochter wird im Mai 3 und geht seit Anfang Februar in den Kindergarten, von Anfang an sehr gerne. Seit 6 Wochen ist sie von heute auf morgen zuverlässig sauber und trocken, d.h., sie geht selber, ohne dass man sie erinnern muss oder dergleichen - es gibt keine Unfälle. Sie geht völlig unabhängig von Zeit, Ort und Umgebung, eben dann, wenn sie muss, z.B. im Restaurant, beim Einkaufen, zu Hause, bei Freunden, egal ob ich dabei bin oder nicht. Im kindergarten ging sie die ersten drei, vier Tage auch. Naja, und seitdem nicht mehr. Die Erzieherinnen sagen, es sei nichts vorgefallen, sie seien immer dabei gewesen, also Ärger durch andere Kinder scheidet aus. Sie geht nicht, basta. Ich bringe sie gegen 8.30 uhr und hole sie gegen 11.45 Uhr ab, dann geht sie sofort mit mir auf die Kindergartentoilette, also ist es auch keine Abneigung gegen die Klos an sich (nein, die "Kinderklos" findet sie sogar toll!!!). Jetzt möchte ich sie aber ab und zu auch bis 14.15 Uhr dort lassen, was an und für sich kein Problem wäre - ja, wenn der Klogang nicht wäre. Denn logischerweise schafft sie es dann nicht, bis 14.15 Uhr auszuhalten. So gegen 13 Uhr beginnt sie nach mir zu jammern. Die Bitte, doch auf die Toilette zu gehen, verneint sie vehement, egal, ob man ihr anbietet, dass sie alleine geht, mit Erzieherin oder größerem kind (es gibt ein Mädchen, 6 Jahre alt, das ihr oft helfen darf, aber nicht da). Nein, sie weint und jammert und quält sich mit hochrotem Kopf etwa 45 Minuten, bis es doch in die Hose geht. Nach solchen Tagen möchte sie dann gar nicht mehr in den kindergarten, obwohl ihr der sonst super viel Spaß macht. Hole ich sie vor 12, ist alles bestens. Mittlerweile ist sie regelrecht traumatisiert, sie will nicht in den kindergarten. Nun habe ich mich mit ihr geeeinigt, dass ich sie vorläufig immer um 12 hole (obwohl sie gerne länger geht, ja, wenn...). Auf Nachfragen, warum sie nicht gehen möchte im kindergarten, antwortet sie nur "Weil ich nicht gehen will". Ich hätte gerne Ihren Rat, was ich machen soll. Die Erzieherinnen sind ratlos, ich auch, denn zu beiden hat sie ein herzliches Verhältnis, sie küsst sie z.B. zum Abschied, was mein kind nicht vielen Leuten gönnt :-) Momentan ist es nicht schlimm, sie um 12 zu holen, allerdings muss ich sie ab Juni auf jeden Fall bis 14 Uhr dort lassen. Wie kann ich ihr helfen? Wie kann ich ihre Spannung abbauen? Eine Windel möchte ich ihr zum einen nicht anziehen, zum anderen hat sie mein Angebot in diese Richtung auch abgelehnt (die Erzieherinnen würden ihr auch um 12 erst eine anziehen!). Was könnte die Ursache sein? Wie kann ich ihr den Weg zur Kindergartentoilette "ebnen" und erleichtern? Ich danke Ihnen für Input Traube
Hallo, ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht. Wenn es Ihrer Tochter nur um ein Prinzip ginge, dann würde sie dieses auch durchhalten, wenn Sie sie abholen. Aber mit Ihnen geht sie ja. Vielleicht gibt es irgendetwas rational nicht nachvollziehbares, was Ihrer tochter auf dem Klo Angst macht. Vielleicht erlauben die Erzieherinnen ihr ja, daß sie etwas Privates an die Klotür innen oder an eine Wand darin kleben darf. Das soll ihr dann suggerieren, daß es sich um ihr eigenes Klo handelt und daß es gefahrlos ist, sich darin zu befinden. Vielleicht sind die Klos ihr auch einfach zu eng. So etwas mögen viele Kinder nicht gern. Dann lassen sie die Tür offen, was sie wiederum aber nur zulassen, wenn eine vertraute Person draußen steht. Viele Grüße
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